Best Innovator Endress+Hauser: Alles klar

Der Best-Innovator-Sieger der Messtechnik-Branche Endress+Hauser versorgt Unternehmen der Umwelt- und Prozesstechnik ebenso wie Pharma- und Lebensmittelhersteller mit Sensoren.

Endress+Hauser

Sauberkeit und Qualität ist bei Getränkeherstellern oberstes Gebot. Bevor Bier, Limo oder Saft in die Flaschen läuft, wird das Leitungssystem darum gründlich mit Lauge gereinigt und danach gespült. Um zu verhindern, dass noch Reinigungslauge in den Rohren schwappt, wenn die Abfüllanlage anläuft, prüft ein kleiner Sensor die Flüssigkeit. Der erkennt, ob noch Spülflüssigkeit oder bereits das Getränk durch die Leitungen läuft. So kann die Befüllung der Flaschen genau im richtigen Moment beginnen – ein unnötig langes Spülen wird ebenso vermieden, wie Getränkeverluste.

Detlev Wittmer, Leiter Technologiemanagement bei Endress+Hauser Conducta in Gerlingen bei Stuttgart, ist Spezialist für solche Fälle: „Wir sind einer der international führenden Anbieter von Messgeräten, Dienstleistungen und Lösungen für die industrielle Flüssigkeitsanalyse.“ 2010 erwirtschaftete die Firmengruppe, Best-Innovator-Sieger in der Messtechnik-Branche, mit weltweit fast 8600 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als 1,3 Milliarden Euro.

Energie sparen

„Innovation ist bei uns ein kontinuierlicher Prozess“, sagt Wittmer. Rund ein Fünftel der Mitarbeiter sind Entwicklungsingenieure, über zehn Prozent der Umsätze fließen in die Realisierung neuer Ideen oder die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Dienstleistungen. Pro Jahr werden 40 bis 50 neue Patente angemeldet, mehr als 500 Patente oder Patentanmeldungen hält das Unternehmen.

Die Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen, Unternehmen der Umwelt- und Prozesstechnik sind ebenso dabei wie Pharma- und Lebensmittelhersteller. Die Komplexität der Messaufgabe und die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Kundenanforderungen werden durch den Einsatz von Plattformen abgefangen. Die so genannte Liquiline-Plattform ist dabei die wichtigste Neuentwicklung – sie verbindet bereits vorhandene mit neuen Technologien und Komponenten. „Das verkürzt Entwicklungszeiten und senkt Produktionskosten“, sagt Wittmer.

Sensoren zur Säuremessung sorgen beispielsweise auch für die richtige Funktion von Kläranlagen, sogenannte ionenselektive Elektroden regeln die energieintensiven Belüftungssysteme der Klärbecken. Damit lassen sich bis zu 20 Prozent des Energieverbrauchs eines Klärwerks einsparen. „Das ist gut für die Umwelt und spart dem Kläranlagenbetreiber jede Menge Geld“, sagt Wittmer.

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