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BrandIndex Handybranche: Samsung und LG im Aufwind

Das mobile Internet dürfte einigen Herstellern von Mobilfunkgeräten in der nächsten Zeit einen kräftigen Schub verleihen. Zu den Profiteuren könnten statt Platzhirsch Nokia aber künftig vor allem die Marken Samsung und LG zählen, schreibt Boris Hedde von YouGovPsychonomics.

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BrandIndex: Erfolgreiche Markenentwicklung bei Samsung

Klapphandy, Touchscreen oder Smartphone: Die Trends in der Mobilfunkbranche ändern sich schnell. Wer die Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher auf dem hart umkämpften Handymarkt nicht früh genug erkennt, verliert im Eiltempo Marktanteile. Diese leidvolle Erfahrung machte nicht nur bereits der Weltmarktführer Nokia,  sondern auch das japanisch-schwedische Joint Venture Sony Ericsson. Ohne trendige Produkte und ein starkes Markenimage ist ein Erfolg kaum möglich, schließlich ist das Handy für viele eher ein Statussymbol als nur ein mobiles Telefon. 

Samsung auf dem Vormarsch

In einer Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex deutet sich nun an, dass es künftig zu weiteren Verschiebungen auf dem deutschen Markt kommen könnte. Zwar ist Sony Ericsson mit derzeit 77 Brandindex-Punkten noch die beliebteste Handymarke der Deutschen, doch die koreanische Marke Samsung entwickelte sich in den vergangenen Monaten immer stärker und erreicht mittlerweile ein ähnliches Niveau. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte Samsung seinen Konkurrenten schon bald als Imagesieger ablösen.

Aber auch das ebenfalls aus Südkorea stammende Unternehmen LG kommt bei den Deutschen immer besser an: Seit Beginn des Jahres konnte LG im BrandIndex um mehr als 20 Prozent auf derzeit 56 Punkte zulegen. Das gute Abschneiden ist beachtlich, denn damit ist LG im BrandIndex sogar erfolgreicher als die Marke Nokia, die wesentlich schwächere Imagewerte erzielt.

Image von Nokia bricht ein

Die Schließung des Nokia-Werks im vergangenen Jahr entwickelte sich für das Unternehmen zum PR-Desaster: Nach einer emotionalen Diskussion in der Öffentlichkeit stürzten die Imagewerte der Marke buchstäblich ab. Zuvor erreichte Nokia im Markenranking den ersten Platz unter allen im BrandIndex untersuchten Handymarken.  Zwar hat sich das Image seit den Vorfällen im vergangenen Jahr mittlerweile wieder erholt, von den alten Höchstständen ist Nokia aber noch weit entfernt.

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    Vor allem älteren Verbrauchern scheint der Fall Nokia unangenehm in Erinnerung geblieben zu sein: In der Gruppe der über 50-jährigen Verbraucher werden besonders schlechte Imagewerte gemessen. Bei jüngeren Konsumenten aus der Gruppe der unter 30-Jährigen konnte Nokia hingegen in den vergangenen Monaten recht deutlich zulegen.

    Motorola schneidet schlecht ab

    Als sehr beliebt erweisen sich derzeit Smartphones, mit denen sich die Möglichkeiten des mobilen Internets besonders gut nutzen lassen. Erfolgreicher Vorreiter in diesem Segment ist der amerikanische Hersteller Apple mit seinem iPhone. Apple konnte sein Image seit Jahresbeginn verbessern, allerdings wird das Preis-Leistungs-Verhältnis der Apple-Produkte vergleichsweise kritisch bewertet.

    Insgesamt sehr schwach schneidet mit derzeit knapp 30 Brandindex-Punkten die Marke Motorola ab. Hinzu kommt, dass sich die Marke in den vergangenen Monaten eher schwach entwickelt hat.

    Zur Untersuchung: Die Analyse basiert auf dem Markenmonitor BrandIndex. Dieses Tool zur Markenführung ermöglicht auf der Grundlage einer täglichen Befragung von 1000 Personen tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

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