Brauereien Bierkonsum der Deutschen geht zurück

Die Deutschen trinken weniger Bier – weil die Bevölkerung älter wird. Zusätzlich machen Rauchverbote und Werbebeschränkungen den Bierbrauern das Leben schwer.

Eine Maß Bier steht auf einem Quelle: dpa/dpaweb

Deutschlands Bierbrauern stehen schwere Zeiten bevor: Der jährliche Pro-Kopf-Konsum wird in den nächsten fünf Jahren wohl unter die 100 Liter-Marke sinken, der Bierabsatz im Land gleichzeitig unter 100 Millionen Hektoliter, prognostiziert die Münchner Unternehmensberatung Exxent. Zum Vergleich: Vor zwei Jahrzehnten tranken die Deutschen im Schnitt noch mehr als 140 Liter Bier.

Grund für den sinkenden Bierappetit ist zum einen die immer älter werdende Bevölkerung – der klassische Biertrinker ist zwischen 18 und 45 Jahre alt. Ältere Menschen trinken weniger. Zum anderen sorgen das Rauchverbot, Werbebeschränkungen und Trinkverbote an öffentlichen Plätzen für Einbrüche.

Billigbier läuft noch

Das Ergebnis sind Überkapazitäten und ein Preiskampf. Beides wird den Durchschnittspreis für Bier Exxent zufolge im Schnitt unter 100 Euro je Hektoliter drücken.

Von den zehn größten deutschen Braugruppen konnten zuletzt dank starker Exporte nur noch die auf Billigbier spezialisierte Oettinger-Brauerei und der deutsche Ableger der dänischen Carlsberg-Gruppe wachsen, zu dem etwa Feldschlösschen gehört. Die größten Einbrüche verbuchten die Oetker-Tochter Radeberger mit fünf Prozent und InBev Deutschland, Tochter des weltgrößten Bierkonzerns mit sechs Prozent.

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