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British Airways "Besser als unser Ruf"

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Aktien-Information British Airways

Wenn Sie beim Service und der EDV kaum sparen können, wo dann?

Williams: Wo der Kunde es nicht sieht, etwa in der Verwaltung und beim Einkauf von Kerosin, Serviceleistungen und Flugzeugen. Aber wichtiger sind höhere Einnahmen.

Wo kommen die her?

Williams: Als British Airways haben wir nun über Iberia einen starken Vertrieb auch in Ländern wie Argentinien, wo wir erst seit Kurzem hinfliegen. Das bringt mehr Kunden. Dazu bieten wir Passagieren einen besseren Service und ein größeres Netz mit mehr Zielen und mehr Auswahl, weil die Kunden nun in London und in Madrid umsteigen können. Das dürfte vielen einen Aufpreis wert sein.

Ihre Gesellschaft will bald weitere Fluglinien übernehmen, wenn diese starke Marken haben und zumindest sanierungsfähig sind. Ist Air Berlin ein Kandidat?

Williams: Für die nähere Zukunft haben wir erst einmal keine Linie im Visier.

Das wird Air Berlin aber enttäuschen.

Williams: Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich will ja nicht völlig ausschließen, dass wir als Premium-Fluglinie jemals eine Low-Cost-Gesellschaft übernehmen.

Ist Air Berlin für Sie ein Billigflieger?

Williams: Die sind eher ein Hybrid. Aber wie gesagt, wir haben im Moment keinerlei Pläne, Air Berlin zu übernehmen.

Wie entscheidet sich denn, ob künftig BA oder Iberia stärker wächst?

Williams: Wir schauen, wo sich eine Investition am meisten lohnt. Die Initiative geht immer von der Fluggesellschaft aus, und dann hilft die Mutter dabei.

Könnte Ihre Mutter IAG Sie als BA-Chef auch überstimmen?

Williams: Warum sollte sie? Ich sitze in beiden Verwaltungsräten. Da müsste ich mich ja mit mir selbst streiten (lacht). Wenn wir denken, neue Strecken oder zusätzliche Flugzeuge sind gut für BA, dann ist dieses Wachstum auch gut für IAG.

Können Sie denn überhaupt noch wachsen? Ihr Hauptflughafen Heathrow ist doch hoffnungslos überlastet.

Williams: Ein bisschen mehr Kapazität wäre schon drin, wenn wir auf einer Bahn schneller zwischen Starts und Landungen wechseln könnten. Das ist auf anderen Flughäfen möglich, bei Heathrow haben es die Behörden noch nicht zugelassen. Aber weiteres Wachstum ist schwierig, denn eine dritte Bahn wird vorläufig nicht kommen, wenn es sie überhaupt je gibt. Darum bemühen wir uns, freie Slots zu kaufen, also Start- und Landezeiten.

Den größten Bestand an Start- und Landezeiten in Heathrow hat nach Ihnen die Lufthansa-Tochter BMI. Wären Sie an einem Kauf interessiert?

Williams: Von Slots sicher. Aber das Unternehmen zu kaufen würde wohl an den Wettbewerbshütern scheitern.

In den vergangenen Jahren haben Sie Ihren Umsteigeverkehr mit dem europäischen Festland heruntergefahren zugunsten neuer Langstreckenflüge aus Heathrow. Wann werden Sie endgültig von British zu London Airways und ziehen sich vom Kontinent zurück?

Williams: Niemals. Zudem täuscht der Eindruck ein wenig. Rund 40 Prozent unserer Passagiere hier in Heathrow sind Umsteiger. Wir müssen das Beste aus unserem knappen Platz machen. Deshalb schicken wir unsere Flugzeuge dahin, wo sie das meiste Geld bringen. Vor der -Finanzkrise war die Nachfrage in London hoch. Da haben wir systematisch mehr Nonstop-Flüge angeboten, weil wir da pro Passagier mehr umsetzen als auf Umsteigeverbindungen. Ist aber wie im Moment die Nachfrage in Europa stärker als in London oder wenn wie 2010 das britische Pfund im Verhältnis zum Euro schwächelt, dann rechnen sich auch wieder mehr Umsteigeverbindungen. Wenn wir in der langen Folge von Krisen der vergangenen zehn Jahre eines gelernt haben, dann flexibel zu sein.

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