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Celesio "Wir wollen DocMorris zur führenden Marke entwickeln"

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Oesterle: Pharmexx macht mehr und bietet Industriekunden ganze Vermarktungspakete an. Die Bandbreite für eine Ausweitung unserer bestehenden Aktivitäten reicht von Forschungsservices über Dienstleistungen rund um die Medikamentenlogistik bis zu intelligenten Systemlösungen für Arzneimittelsicherheit. Unabhängig davon sind für unser Apothekengeschäft auch die Sortimentsbereiche interessant, die preislich nicht reguliert werden, insbesondere alle nicht rezeptpflichtigen Produkte rund um Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden.

Welche neuen Geschäftsideen haben Sie denn schon umgesetzt?

Oesterle: Wir haben zum Beispiel in Deutschland in kurzer Zeit vier Wundzentren eröffnet. Dort werden Wunden von Patienten professionell versorgt, damit verkürzt sich der Heilungsprozess erheblich. Das wiederum erspart den Krankenkassen hohe Kosten. Dieses Konzept ist ausbaufähig, auch international, und hier werden wir Gas geben.

Was planen Sie noch?

Oesterle: Gemeinsam mit dem US-Unternehmen Medco arbeiten wir daran, die Versorgung chronisch kranker Patienten in ganz Europa zu verbessern. Tatsache ist, dass nur die Hälfte der Chroniker ihre Medikamente wie vorgeschrieben nehmen. Das verursacht Milliarden an Folgekosten. Diesen Patienten wollen wir im Auftrag der Krankenkassen eine individuell gezielte Beratung, Betreuung und Unterstützung anbieten. Den Patienten geht es dadurch besser, und die Kassen sparen viel Geld. An diesen Verbesserungen und Einsparungen wollen wir uns messen lassen und natürlich teilhaben.

Viele Patienten werden sich dagegen wehren, ihre Daten preiszugeben.

Oesterle: Ohne die vorherige Zustimmung des einzelnen Patienten läuft natürlich nichts. Und damit das Ganze besser funktioniert, braucht man langfristig sicher auch finanzielle Anreize für den einzelnen Versicherten. Das könnte etwa eine Beitragsrückvergütung sein. Solche Überlegungen sind mit den Krankenkassen und der Politik sicher noch zu diskutieren.

Wie viele Kassen haben Sie dafür schon begeistern können?

Oesterle: Wir arbeiten mit der Krankenkasse BIG zusammen, die über 400 000 Versicherte betreut, und sind mit einer Vielzahl weiterer Kassen im Gespräch.

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