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Chemie und Pharma Was der neue Bayer-Chef mit dem Konzern vorhat

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Das gilt umso mehr, wenn sich das Geld aus dem Verkauf dazu verwenden lässt, das Pharmageschäft noch einmal kräftig zu verstärken – solche Gelegenheiten können sich auch ganz plötzlich ergeben, wie bei Schering, das Bayer vor drei Jahren in einer Hauruck-Aktion erwarb.

In seinen vergangenen Berufsjahren war Dekkers, der als junger Mann sogar in der deutschen Tennis-Bundesliga spielte, eher der Medizinbranche zugetan als der Chemie. Und Zukäufe sind bei Bayer keineswegs ausgeschlossen, auch wenn Konzernchef Wenning betont, die Schulden – nach letztem Stand etwas mehr als elf Milliarden Euro – noch weiter abbauen zu wollen.

Verstärkungen in den Bereichen Tiergesundheit und Augenheilkunde stehen ganz oben auf der Bayer-internen Wunschliste. Wann immer derzeit ein größeres Tiermedizin-Geschäft zum Verkauf steht, befindet sich Bayer unter den Interessenten – bislang waren die Bemühungen allerdings noch nicht von Erfolg gekrönt.

Dass Dekkers keine Angst vor großen Brocken hat und sich auf Angriff versteht, bewies er in den USA. Als Thermo-Chef übernahm er vor drei Jahren den deutlich umsatzstärkeren Konkurrenten Fisher Scientific. So machte er aus einem Nischenanbieter einen Marktführer und steigerte während seiner Amtszeit den Umsatz von 2,2 auf 10,5 Milliarden Dollar im Jahre 2008. In den Krisenmonaten des laufenden Jahres haben Erlöse und Erträge allerdings etwas gelitten. Doch Dekkers Bilanz bleibt dennoch beeindruckend: Unter seiner Ägide legte der Aktienkurs von Thermo Fisher Scientific um insgesamt 75 Prozent. zu.

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