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Chemieindustrie Lanxess-Chef: "Auf die Finanzkrise waren wir vorbereitet"

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Möglicherweise trennt sich ja der künftige Bayer-Chef Marijn Dekkers, der am 1. Oktober antritt, vom Chemiegeschäft. Wären Sie interessiert?

Es ergibt keinen Sinn, über Geschäfte zu reden, die überhaupt nicht zum Verkauf stehen. Grundsätzlich sind wir natürlich offen für Akquisitionen. Die Konsolidierung in der Chemie wird sich beschleunigen. Das kann zu Möglichkeiten führen, die wir natürlich sorgfältig prüfen.

Was könnte Ihren Optimismus bremsen?

Zwei Dinge. Erstens darf die Politik der Chemiebranche nicht weitere Belastungen aufdrücken. Vor allem aber sorge ich mich um den naturwissenschaftlichen Nachwuchs. An den Gymnasien rund um unsere NRW-Chemiestandorte kamen im letzten Schuljahr kaum Chemie-Leistungskurse zustande. Das ist doch erschreckend. Wer keinen Leistungskurs hatte, wird wohl auch nicht Chemie studieren. Dabei brauchen wir gute Chemiker. Energieeffizienz, Ernährung, Mobilität – auf all diese wichtigen Zukunftsfragen gibt die Chemie Antworten.

Tun Sie mehr, als darüber zu klagen?

Natürlich. Wir stellen im Rahmen unserer Bildungsoffensive den weiterführenden Schulen jährlich bis zu einer Million Euro zur Verfügung, um die naturwissenschaftliche Ausbildung zu stärken. Wir rüsten Chemielaboratorien aus und stellen Mitarbeiter als Lehrpersonal ab.

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