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Chronik Stationen der IKB-Katastrophe

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November / Dezember 2007

Der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) kündigt eine weitere Krisensitzung des KfW-Verwaltungsrates an. Er will den der 38-prozentigen KfW-Anteil an der IKB "so zügig wie irgend möglich" verkauft sehen, zu einem möglichst guten Preis. Der Bund will der KfW für die IKB jedenfalls keine Bürgschaft oder andere Garantien gewähren.

Dezember 2007

Kaufinteressenten für die IKB sind Mangelware, Interessenten springen ab, weil weitere Risiken in der Bank vermuten. Tatsächlich räumt KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier Mitte Dezember ein, sie bereue inzwischen die milliardenschwere Rettungsaktion für die Bank Ende Juli, weil sie sich zum Fass ohne Boden entwickeln.

Januar 2008

Immer neue Gerüchte schicken die IKB-Aktie auf eine Berg- und Talfahrt. An der Börse wird potenzieller neuer Abschreibungsbedarf in Milliardenhöhe und der politische Streit über das Für und Wider einer Rettung mit Steuergeldern heiß diskutiert.

Februar 2008

Am Abend des 13. Februar teilen Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) nach einer erneuten Krisensitzung des KfW-Verwaltungsrats mit, dass die IKB weitere 1,5 Milliarden Euro erhalten solle. Davon will der Bund eine Milliarde Euro aufbringen. Die KfW will 800 Millionen Euro aus dem Verkauf ihres IKB-Anteils erzielen.

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    März 2008

    In der zweiten Märzhälfte fließt die zweite Tranche aus dem Rettungspaket an die IKB, 450 Millionen Euro nach bereits 600 Millionen Euro im Februar. Nochmals 1,25 Milliarden Euro soll die geplante große Kapitalerhöhung der IKB einbringen. Die KfW soll so auf etwa 90 Prozent der Anteile kommen. Die IKB berichtet derweil, sie erwarte zusätzliche 590 Millionen Euro Bewertungsverluste auf ihre Bestände, was die gesamten Überschüsse mehrerer Jahre aufzehren werde. Acht Tage später, am 28. März 2008, genehmigt die Hauptversammlung der IKB die Kapitalerhöhung.

    Juni 2008

    Das Düsseldorfer Landgericht lehnt am 12. Juni 2008 mehrere Schadenersatzklagen von Anlegern ab, die durch den dramatischen Kurseinbruch der IKB-Aktie zum Teil mehr als 10.000 Euro verloren hatten.

    Juli 2008

    Die KfW Bankengruppe stellt der IKB nochmals Liquidität in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung, weil sich die Kapitalerhöhung anscheinend verzögert. Außerdem reißen die bilanziellen Belastungen nicht ab: Für das erste Geschäftsjahres-Quartal rechnet die IKB mit einem neuerlichen Bewertungsverlust von einer halben Milliarde Euro.

    August 2008

    Die KfW erwirbt von den neuen Aktien aus der IKB-Kapitalerhöhung mehr als 99 Prozent, wie die IKB in einer Pflichtmitteilung meldet. Der Vollzug soll jedoch erst im Oktober erfolgen, weil die EU-Kommission die Transaktion prüft und erst genehmigen muss.

    21. August

    Verkauft: Die KfW teilt mit, dass der US-Finanzinvestor Lone Star ihren kompletten Aktienanteil von 90,8 Prozent übernehmen will. Der laut KfW "angemessen positive Kaufpreis" ist von den avisierten 800 Millionen Euro weit entfernt: Lone Star zahlt 100 Millionen Euro, die Verbindlichkeiten bleiben bei der KfW.

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