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Daimler-Chef Zetsche "Die Motivation hat gelitten"

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...und auch Ihr Konkurrent BMW. Der konnte mit seiner Spritspartechnik „Efficient Dynamics“ gewaltig punkten.

Tatsächlich war BMW hier eine kurze Zeit besser als wir. Aber wir haben gewaltig aufgeholt und sind im ersten Halbjahr 2009 mit einer Emission von durchschnittlich rund 160 Gramm CO2 pro Kilometer fast gleichauf mit unserem Wettbewerber BMW, der 2008 auf einen Wert von 155 Gramm kam. Wir werden im Übrigen die zukünftigen europäischen Grenzwerte für Emissionen voll erfüllen.

Sie werden also die Grenzwerte bis 2015 schaffen und müssen keine Strafzahlungen an die EU leisten?

Ja.

Viele Kunden kaufen neuerdings Autos eine Stufe kleiner. Schadet Ihnen das nicht, weil Sie mit kleineren Autos ja auch viel weniger Geld verdienen?

Ich sehe vor allem, dass die Kunden Autos wollen, die emissionsarm sind und weniger verbrauchen. Es gibt einen Trend zu kleineren Motoren. Einen generellen Trend zu niedrigeren Modellklassen sehe ich nicht.

Es ist aber doch unstrittig, dass Firmen kleinere Dienstwagen ordern.

Wenn Firmen hierzulande teilweise kleinere Fahrzeuge ordern, wird das durch die Nachfrage größerer Modelle aus Wachstumsregionen wie China wieder ausgeglichen. Sie dürfen nicht den Fehler machen, das Unternehmen nur durch die deutsche Brille zu sehen.

Trotzdem müssen Sie die Kosten massiv senken, wollen Sie auch mit kleineren Fahrzeugen Geld verdienen. Wir wissen, dass Sie deshalb mit Toyota und Renault über eine weitreichende Zusammenarbeit reden. Wie ist der Stand?

Bitten haben Sie Verständnis, dass wir uns nicht dazu äußern, mit wem wir wann sprechen. Aber ich bin mir sicher, dass wir relativ bald ein grundsätzliches Ja oder Nein als Antwort geben können.

Wieso ist die breite Zusammenarbeit mit BMW gescheitert?

Wir sind sehr praktisch und sehr effektiv miteinander unterwegs – zum Beispiel beim Einkauf. Da wird aber nichts Spektakuläres angekündigt werden, sondern wir gehen Schritt für Schritt voran.

Also beschränken Sie sich erst mal auf den gemeinsamen Papiereinkauf?

Nein, wir sind sehr viel weitergehender und auch erfolgreicher unterwegs, als Sie denken.

Aber die ursprünglich geplante gemeinsame Getriebe- oder Motorenproduktion ist vom Tisch?

Es gibt eine Reihe von Komponenten, bei denen wir zum Ergebnis kamen, dass es Sinn ergibt, zusammenzuarbeiten. Darunter sind aber bisher keine Antriebskomponenten.

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