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Datenschutz Posse um Bundesbank-Buch

Die Bundesbank verlangt die kostenlose Herausgabe eines Buches mit persönlichen Daten ehemaliger Mitarbeitern der Bank von einem Antiquar. Dieser hatte der Bank das Buch zum Kauf angeboten - für 14,99 Euro.

Alte Lohngruppenzuordnungen Quelle: AP

Sein Inhalt: Namen, Geburtstage, Lohngruppen und Dienststellennummern von damaligen Mitarbeitern der Bundesbank. Für 14,99 Euro bot es der Tübinger Antiquar Thomas Leon Heck beim Internet-Auktionator Ebay an. Die Bundesbank reagierte sofort. Ihre Juristen forderten die Herausgabe des Werks, zahlen wollten sie aber nicht. Heck, so ihr Argument, dürfe das Buch gar nicht besitzen – geschweige denn verkaufen. Der Antiquar hatte es aus dem Nachlass eines früheren Direktors der Tübinger Bundesbank-Filiale erhalten. Als gutgläubiger Erwerber, so Heck, sei er im Recht. Er bot der Bank an, ihr das Werk für 14,99 Euro zu überlassen. Das lehnte sie ab und forderte ihn schriftlich auf, ihr den Band zu schicken, denn der Ex-Direktor habe ihn widerrechtlich an sich genommen.

Zudem ließ die Bank das Angebot bei Ebay löschen – und Heck kassierte von Ebay eine Verwarnung. Deshalb erwägt er, die Bank zu verklagen. Die Bank ihrerseits will nicht vor Gericht ziehen. Das Buch hat Heck inzwischen für 49 Euro verkauft, an wen, verrät er nicht. Weitere Jahrgänge hat er noch auf Lager.

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