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Der politische Wille zu Reformen fehlt Banken: Versteinerter Wald

Den schlechten Zustand vieler deutscher Banken haben diese nicht allein zu verantworten. Neben mutigen Bankern, die Neues wagen, fehlte auch der politische Wille zu Reformen im Finanzsektor. Europäische Nachbarn haben verkrustete Strukturen längst aufgebrochen.

dpa

Alessandro Profumo zeigt es allen – den Traditionalisten in Italien und den Konkurrenten im Ausland. Im schwierigen Bankenjahr 2002 trumpfte der 47-jährige Unicredito-Chef mit einem Rekordergebnis auf. Das zweitgrößte Bankhaus in Italien erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro und schaffte damit eine Eigenkapitalrendite von mehr als 17 Prozent. Da werden deutsche Banker blass. Unicredito ist kein jahrhundertealtes Mailänder Geldhaus, sondern ein junger Zusammenschluss von sieben Kreditinstituten und Sparkassen. In nur sieben Jahren hat der ehemalige McKinsey-Mann Profumo durch Fusionen aus privaten und öffentlich-rechtlichen Regionalinstituten eine europäische Großbank geformt – in Deutschland sind solche Konstruktionen bisher tabu.

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Alessandro Profumo zeigt es allen – den Traditionalisten in Italien und den Konkurrenten im Ausland. Im schwierigen Bankenjahr 2002 trumpfte der 47-jährige Unicredito-Chef mit einem Rekordergebnis auf. Das zweitgrößte Bankhaus in Italien erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro und schaffte damit eine Eigenkapitalrendite von mehr als 17 Prozent. Da werden deutsche Banker blass. Unicredito ist kein jahrhundertealtes Mailänder Geldhaus, sondern ein junger Zusammenschluss von sieben Kreditinstituten und Sparkassen. In nur sieben Jahren hat der ehemalige McKinsey-Mann Profumo durch Fusionen aus privaten und öffentlich-rechtlichen Regionalinstituten eine europäische Großbank geformt – in Deutschland sind solche Konstruktionen bisher tabu.

Der 1,95-Meter-Mann Profumo und andere Finanzmanager zeigen, dass Bankgeschäft trotz Börsenkrise und Konjunkturflaute Profite abwerfen kann. Die europäischen Nachbarn machen vor, wie Verkrustungen in traditionellen Strukturen aufgebrochen werden können. Modellfälle für Deutschland Deutsche Finanzarchitekten beharren dagegen auf der Dreiteilung von Privatbanken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften. „In Europa gibt es viele Modellfälle für Deutschland“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Ingo Krauß, der am Institut für Bankinformatik und Bankstrategie der Universität Regensburg die Veränderungen auf den europäischen Bankenmärkten untersucht hat. Italien hat seine Sparkassen privatisiert, ohne dass die Institute ihre Filialen auf dem Land aufgegeben haben. Frankreich hat Fusionen zwischen den verschiedenen Institutsgruppen zugelassen, ohne dass es zu Massenentlassungen kam. Spanien hat Großfusionen erlaubt, ohne dass Privatkunden den Zugang zu Geldgeschäften verloren. Großbritannien hat seinen Bankensektor konzentriert, ohne dass technische Neuerungen gebremst wurden. Nur in Deutschland kriecht der Umbau im Schneckentempo voran. Das hat Folgen. Im internationalen Vergleich haben sich die deutschen Geldhäuser längst abhängen lassen. Nach der Regensburger Studie sind Deutschlands Banken und Sparkassen die Schlusslichter in Europa. Ihr Gewinn beträgt im Schnitt gerade 0,20 Prozent ihrer Bilanzsumme. Die besten Konkurrenten schaffen mehr als ein Prozent der Bilanzsumme als Gewinn.

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Alessandro Profumo zeigt es allen – den Traditionalisten in Italien und den Konkurrenten im Ausland. Im schwierigen Bankenjahr 2002 trumpfte der 47-jährige Unicredito-Chef mit einem Rekordergebnis auf. Das zweitgrößte Bankhaus in Italien erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro und schaffte damit eine Eigenkapitalrendite von mehr als 17 Prozent. Da werden deutsche Banker blass. Unicredito ist kein jahrhundertealtes Mailänder Geldhaus, sondern ein junger Zusammenschluss von sieben Kreditinstituten und Sparkassen. In nur sieben Jahren hat der ehemalige McKinsey-Mann Profumo durch Fusionen aus privaten und öffentlich-rechtlichen Regionalinstituten eine europäische Großbank geformt – in Deutschland sind solche Konstruktionen bisher tabu.

Der 1,95-Meter-Mann Profumo und andere Finanzmanager zeigen, dass Bankgeschäft trotz Börsenkrise und Konjunkturflaute Profite abwerfen kann. Die europäischen Nachbarn machen vor, wie Verkrustungen in traditionellen Strukturen aufgebrochen werden können. Modellfälle für Deutschland Deutsche Finanzarchitekten beharren dagegen auf der Dreiteilung von Privatbanken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften. „In Europa gibt es viele Modellfälle für Deutschland“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Ingo Krauß, der am Institut für Bankinformatik und Bankstrategie der Universität Regensburg die Veränderungen auf den europäischen Bankenmärkten untersucht hat. Italien hat seine Sparkassen privatisiert, ohne dass die Institute ihre Filialen auf dem Land aufgegeben haben. Frankreich hat Fusionen zwischen den verschiedenen Institutsgruppen zugelassen, ohne dass es zu Massenentlassungen kam. Spanien hat Großfusionen erlaubt, ohne dass Privatkunden den Zugang zu Geldgeschäften verloren. Großbritannien hat seinen Bankensektor konzentriert, ohne dass technische Neuerungen gebremst wurden. Nur in Deutschland kriecht der Umbau im Schneckentempo voran. Das hat Folgen. Im internationalen Vergleich haben sich die deutschen Geldhäuser längst abhängen lassen. Nach der Regensburger Studie sind Deutschlands Banken und Sparkassen die Schlusslichter in Europa. Ihr Gewinn beträgt im Schnitt gerade 0,20 Prozent ihrer Bilanzsumme. Die besten Konkurrenten schaffen mehr als ein Prozent der Bilanzsumme als Gewinn.

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Alessandro Profumo zeigt es allen – den Traditionalisten in Italien und den Konkurrenten im Ausland. Im schwierigen Bankenjahr 2002 trumpfte der 47-jährige Unicredito-Chef mit einem Rekordergebnis auf. Das zweitgrößte Bankhaus in Italien erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro und schaffte damit eine Eigenkapitalrendite von mehr als 17 Prozent. Da werden deutsche Banker blass. Unicredito ist kein jahrhundertealtes Mailänder Geldhaus, sondern ein junger Zusammenschluss von sieben Kreditinstituten und Sparkassen. In nur sieben Jahren hat der ehemalige McKinsey-Mann Profumo durch Fusionen aus privaten und öffentlich-rechtlichen Regionalinstituten eine europäische Großbank geformt – in Deutschland sind solche Konstruktionen bisher tabu.

Der 1,95-Meter-Mann Profumo und andere Finanzmanager zeigen, dass Bankgeschäft trotz Börsenkrise und Konjunkturflaute Profite abwerfen kann. Die europäischen Nachbarn machen vor, wie Verkrustungen in traditionellen Strukturen aufgebrochen werden können. Modellfälle für Deutschland Deutsche Finanzarchitekten beharren dagegen auf der Dreiteilung von Privatbanken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften. „In Europa gibt es viele Modellfälle für Deutschland“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Ingo Krauß, der am Institut für Bankinformatik und Bankstrategie der Universität Regensburg die Veränderungen auf den europäischen Bankenmärkten untersucht hat. Italien hat seine Sparkassen privatisiert, ohne dass die Institute ihre Filialen auf dem Land aufgegeben haben. Frankreich hat Fusionen zwischen den verschiedenen Institutsgruppen zugelassen, ohne dass es zu Massenentlassungen kam. Spanien hat Großfusionen erlaubt, ohne dass Privatkunden den Zugang zu Geldgeschäften verloren. Großbritannien hat seinen Bankensektor konzentriert, ohne dass technische Neuerungen gebremst wurden. Nur in Deutschland kriecht der Umbau im Schneckentempo voran. Das hat Folgen. Im internationalen Vergleich haben sich die deutschen Geldhäuser längst abhängen lassen. Nach der Regensburger Studie sind Deutschlands Banken und Sparkassen die Schlusslichter in Europa. Ihr Gewinn beträgt im Schnitt gerade 0,20 Prozent ihrer Bilanzsumme. Die besten Konkurrenten schaffen mehr als ein Prozent der Bilanzsumme als Gewinn.

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Der 1,95-Meter-Mann Profumo und andere Finanzmanager zeigen, dass Bankgeschäft trotz Börsenkrise und Konjunkturflaute Profite abwerfen kann. Die europäischen Nachbarn machen vor, wie Verkrustungen in traditionellen Strukturen aufgebrochen werden können. Modellfälle für Deutschland Deutsche Finanzarchitekten beharren dagegen auf der Dreiteilung von Privatbanken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften. „In Europa gibt es viele Modellfälle für Deutschland“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Ingo Krauß, der am Institut für Bankinformatik und Bankstrategie der Universität Regensburg die Veränderungen auf den europäischen Bankenmärkten untersucht hat. Italien hat seine Sparkassen privatisiert, ohne dass die Institute ihre Filialen auf dem Land aufgegeben haben. Frankreich hat Fusionen zwischen den verschiedenen Institutsgruppen zugelassen, ohne dass es zu Massenentlassungen kam. Spanien hat Großfusionen erlaubt, ohne dass Privatkunden den Zugang zu Geldgeschäften verloren. Großbritannien hat seinen Bankensektor konzentriert, ohne dass technische Neuerungen gebremst wurden. Nur in Deutschland kriecht der Umbau im Schneckentempo voran. Das hat Folgen. Im internationalen Vergleich haben sich die deutschen Geldhäuser längst abhängen lassen. Nach der Regensburger Studie sind Deutschlands Banken und Sparkassen die Schlusslichter in Europa. Ihr Gewinn beträgt im Schnitt gerade 0,20 Prozent ihrer Bilanzsumme. Die besten Konkurrenten schaffen mehr als ein Prozent der Bilanzsumme als Gewinn.

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