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Deutsche Bahn Müller macht Grube den Weg frei

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Der Datenskandal ist damit also noch lange nicht abgeschlossen. Das Ausmaß der Datenaffäre liegt Grube schwarz auf weiß vor. Seit 1999 hat es Massen-Screenings ohne Zustimmung des Betriebsrates gegeben. In Einzelfällen wurden Kontoauszüge, steuerlich relevante Daten und Kfz-Halterdaten auf illegale Weise beschafft. Mitarbeiter der Konzernrevision und -sicherheit verschafften sich unberechtigterweise per Fernzugriff auf lokale Festplatten Einblick in Dokumente. Zudem wurden E-Mails gefiltert und teilweise gelöscht.

Vertrauen zerrüttet

Das Vertrauen der Bahn-Beschäftigten in das Management ist verständlicherweise zerrüttet. Es dauert, bis sich die Atmosphäre der Bespitzelung auflöst, womöglich Jahre. Es fehlen zudem noch die Namen der neuen Vorstände, mit denen Grube einen Neuanfang wagen möchte. Darunter wird auch ein neuer Vorstand Recht und Compliance sein, der das Thema Datenschutz verantwortet. Die Bahn folgt damit dem Beispiel Siemens. Die heutigen Entscheidungen sind zwar nur ein erster Schritt. Mehr als das, was die beiden Manager heute verkündet haben, ist zunächst aber nicht möglich. 

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