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Deutsche Bahn Transnet-Chef Kirchner: "Bahn-Streik wird heftiger als 2007"

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Treffen Sie damit nicht den Falschen? Die Deutsche Bahn setzt sich auch für eine Branchenlösung ein.

Die Deutsche Bahn ist verbal für einen Branchentarifvertrag, aber in der Praxis steht sie für Lohndumping. Seit zwei Jahren hat der Konzern an keiner Ausschreibung teilgenommen, ohne Löhne unterhalb seines eigenen Tarifniveaus anzubieten — teilweise kalkuliert die DB mit 20 Prozent geringeren Löhnen als die Wettbewerber.

Die GdL hat 2007 für einen eigenständigen Tarifvertrag gestreikt. Haben Sie sich inzwischen wieder lieb?

Wir verfolgen leider keine gemeinsame Strategie mit der GdL. Die GdL will einen Flächentarifvertrag für ihre Lokführer und plant daher eigene Aktionen. Dahinter stecken organisationspolitische Gründe.

Mit anderen Worten: Zuerst streiken Sie, dann die GdL und in Deutschland geht auf den Schienen gar nichts mehr?

Doppelte Streiks sind möglich. Wir wollen langfristig einen Tarifvertrag, der von der Politik in die Allgemeinverbindlichkeit gebracht wird. Die GdL sieht das anders.

Im Dezember fusionieren Sie mit der Bahnergewerkschaft GDBA. Was soll das bringen?

Wir verfolgen das solidarische Modell einer Einheitsgewerkschaft. Deshalb verschmelzen wir zu einer neuen Gewerkschaft.

Dahinter stecken sicherlich auch profane Gründe, oder? Sie verlieren Mitglieder.

Das stimmt nur bedingt. Bei den aktiven Beschäftigten legen wir zu.Wir haben allerdings den höchsten Seniorenanteil aller Gewerkschaften. Viele Mitglieder sterben. Daher haben wir in der Vergangenheit unterm Strich Mitglieder verloren.

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