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Deutsche Bank Gerangel um Ackermann-Nachfolge

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Nur Jain ist mittlerweile gesetzt. Der Bereich des 48-jährigen gebürtigen Inders erwirtschaftet den Löwenanteil der Gewinne. Als 100-prozentiger Investmentbanker und mit nur geringen Deutsch-Kenntnissen ist er aber als alleiniger Vorstandschef des größten deutschen Geldhauses schwer vermittelbar. Daher sucht Börsig fieberhaft nach einem Partner, der die Bank im politischen Berlin vertreten kann und den Heimatmarkt gut kennt. Auch Privatkundenvorstand Rainer Neske ist noch im Gespräch. Die Deutsche Bank äußert sich nicht dazu.

Im Aufsichtsrat und unter den Investoren gibt es Stimmen, die ein anderes Tandem präferieren. Demnach könnte Ackermann neuer Chef des Kontrollgremiums werden und so die Außendarstellung des Instituts übernehmen, während Jain als Vorstandschef das operative Geschäft verantwortet. Die Chancen hierfür stehen aber schlecht. Denn bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Börsig von seinem Posten weichen will. Zudem weist die Bank mögliche Wechselabsichten Ackermanns zurück. Die Meinung des Vorstandschefs in dieser Frage habe sich nicht geändert, sagte ein Sprecher.

In der Vergangenheit hatte der Vorstandschef wiederholt einen Wechsel ins Kontrollgremium abgelehnt. Der Sprecher dementierte am Sonntag konkret einen Vorabbericht des „Spiegel“, wonach der Schweizer jüngst in einer Vorstandssitzung dafür geworben haben soll, in den Aufsichtsrat zu gehen. Auch in Vorstandskreisen hieß es, Ackermann habe keine derartigen Pläne durchblicken lassen.

Wechselt der Konzernchef nicht in den Aufsichtsrat, dürfte eins feststehen: Ein vorzeitiger Abgang Ackermanns wird immer wahrscheinlicher. Denn sollte schon in den nächsten Wochen eine Lösung für seine Nachfolge präsentiert werden, würde er bis zum Ende seiner Vertragszeit 2013 nur noch im Schatten der neuen Führung stehen. Insider können sich das nur schwer vorstellen. „Spätestens auf der Hauptversammlung 2012 dürfte dann Schluss sein“, sagte ein hochrangiger Deutsch-Banker.

In den nächsten Tagen soll es weitere intensive Gespräche geben. Ende Juli ist die nächste reguläre Aufsichtsratssitzung angesetzt.

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