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Deutsche Post Post-Chef zu US-Kartellverfahren: "Da kommen wir durch"

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Kern der Sanierung in den USA ist es, dass Ihr Erzrivale UPS künftig DHL-Pakete und -Expressbriefe innerhalb Nordamerikas fliegt. Wann rechnen Sie mit einem Vertragsabschluss?

Die Verhandlungen sind gut unterwegs. Es wird derzeit noch an Details gearbeitet. Ich fühle mich nicht unter Termindruck.

Gegner in den USA halten den Verbund DHL/UPS für marktbeherrschend und wollen ihn über das dortige Kartellrecht kippen. Kann das die Kooperation verzögern oder gar ganz platzen lassen?

Wir sehen keinerlei rechtliche Basis für ein Kartellverfahren. Selbst die amerikanische Ministerin für das Transportwesen hat gerade erklärt, dass sie keinen Grund sieht einzuschreiten.

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    Haben Sie denn einen Plan B, falls Ihre Kooperation mit UPS scheitert?

    Ich möchte hier nicht spekulieren.

    Sie rechnen nicht damit, dass UPS abspringt?

    Nein. UPS profitiert von unserer Kooperation doch ebenso wie wir. Im Moment schwächelt die US-Konjunktur und die Kunden verschicken weniger. Wie immer die Lösung aussieht: Mit uns kann UPS die eigenen Kapazitäten besser auslasten.

    Umso mehr liefern Sie sich an UPS aus, wenn die Konjunktur wieder anspringt.

    Wir liefern uns nicht aus. UPS braucht uns auch dann, um die eigene Infrastruktur auszulasten.

    Und wenn UPS dann die Preise erhöht oder DHL-Pakete zugunsten der eigenen Fracht schon mal liegen lässt?

    Dagegen werden wir im Vertrag klare Regelungen treffen, die eingehalten werden müssen. Zudem schützt uns hier das amerikanische Kartellrecht. Wer einen Wettbewerber übervorteilt, um ihn aus dem Markt zu drücken, bekommt Ärger mit den Wettbewerbshütern.

    Fürchten Sie nicht, dass Ihnen UPS Kunden abjagt – nach dem Motto, wenn wir eure Sendungen in den USA fliegen, dann kommt doch gleich ganz zu uns?

    Es ist in der Branche üblich, Sendungen mit den Maschinen der Wettbewerber zu transportieren. Den Kunden ist das egal, weil es im Expressgeschäft nicht auf das Fliegen ankommt, sondern auf Service und Qualität. Durch die Kooperation mit UPS verbessern wir unseren Service. Warum sollten die Kunden dann weggehen?

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