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Deutsche Post Post-Chef zu US-Kartellverfahren: "Da kommen wir durch"

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Für den Transport Ihrer Sendungen wollen Sie UPS jedes Jahr eine Milliarde Dollar zahlen. Ist so eine Pauschale nicht riskant, falls das Volumen mal deutlich zurückgeht?

Wir zahlen keine Pauschale, sondern eine Mischung aus einer festen Summe und einer variablen, die vom Volumen abhängt. Über Details verhandeln wir noch. Ich versichere Ihnen, wir werden erfolgreich sein.

Trotzdem rechnen Sie in den USA weiterhin mit gut 300 Millionen Dollar Verlust im Jahr. Warum ist das ein Erfolg?

Weil wir unter dem Strich international Geld verdienen mit dem US-Geschäft, auch wenn wir auf den ersten Blick draufzahlen.

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    Wie wird aus 300 Millionen Verlust ein Gewinn?

    Durch den Umsatz, den wir durch das Geschäft in den USA außerhalb der Vereinigten Staaten machen. Dieses Geschäft ist hoch profitabel. Das bekommen wir nur, wenn wir in den USA sind. Solange der Verlust in den USA kleiner ist als die Gewinne aus diesen Aufträgen, lohnt es sich, dort zu bleiben. So verdient der Expressbereich seine Kapitalkosten. Das ist die signifikante Zielgröße für die Aktionäre.

    Die Expansion in die USA war ein Lieblingskind Ihres Vorgängers Klaus Zumwinkel. Wäre die Entscheidung genauso gefallen, wenn er noch Konzernchef wäre?

    Das müssen Sie Herrn Zumwinkel fragen.

    Neben der Sanierung von DHL USA stockt wegen der Finanzkrise der Verkauf der Postbank. Zudem droht die Konjunktur einzubrechen. Haben Sie in den ersten Monaten Ihrer Amtszeit eigentlich auch erfreuliche Dinge erlebt?

    Sehr viel hat sehr gut funktioniert. Unsere neue Konzernstruktur steht, die Tarifverhandlungen haben wir gut abgeschlossen, die Geschäftsfelder wachsen, und wir haben ein hervorragendes erstes Halbjahr hingelegt. Wir sind beim Ergebnis um zwölf Prozent gewachsen, das haben nicht viele deutsche Unternehmen geschafft. Aber wir dürfen nicht zynisch werden und unsere Erfolge feiern, wenn Menschen wie in Wilmington in Mitleidenschaft gezogen werden. Momentan schaut alles auf die Themen US-Express und Postbank. Aber da kommen wir durch. Es geht nicht um Augenblicks- oder Scheinerfolge.

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