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Die Welt des Klaus Zumwinkel Sprüche und Vorlieben des Post-Chefs

Er wurde schon mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, als Sohn einer wohlhabenden Unternehmer-Familie. Seinen Reichtum konnte er im Laufe des Lebens noch vergrößern.

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Klaus Zumwinkel Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche

In Zumwinkels Büro hängt ein Ölgemälde, das den Reichs-Postministers Heinrich von Stephan zeigt, der Endes des 19. Jahrhunderts das zersplitterte deutsche Postwesen einte. Zumwinkel dazu: "Was er in Deutschland gemacht hat, mache ich jetzt auf der ganzen Welt."

Bonn Posttower. Quelle: www.wikipedia.de

Zumwinkel hat sein Büro im 40. Stock des Post Towers mit einem atemberaubenden Ausblick - zum Beispiel auf das Siebengebirge.

Bergsteiger auf dem Aiguille Quelle: AP

Zumwinkel ist leidenschaftlicher Bergsteiger, war sogar schon mal im Himalaya unterwegs. Zusammen mit anderen prominenten Managern ist er im Club der Similauner. Sie werden jedes Jahr von Star-Bergsteiger Reinhold Messner auf einen anderen Gipfel getrieben. Die Similauner bennen sich nach dem Gletscher Similaun in Tirol, wo Touristen 1991 die Steinzeit-Gletschermumie Ötzi fanden.

Klaus Zumwinkel Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche

Er gilt nicht als Mann der großen Gesten, zeigt sich eher zurückhaltend: "Aufbrausen? Poltern? Schreien kann ich gar nicht, Ich bin immer gleich temperiert."

Der Post-Chef kann aber Quelle: W. Schuering/WirtschaftsWoche

Seine ruhige Art hat aber auch seine Grenzen: "Wenn einer mir etwas Wichtiges verschweigt oder absichtlich eine falsche Zahl nennt, dann ist aber was los."

Die Bambi Trophäe. Quelle: dpa

Der Post-Chef ist schon mehrfach ausgezeichnet worden. Seine Kuriosesten Trophäen: 2000 erhielt er den Bambi für seine erfolgreiche Sanierung der Post. 2002 kürte ihn der Verein Deutsche Sprache zum Sprachpanscher des Jahres, weil sich die Post mit Bezeichnungen wie "Stampit" oder "Postage point" grenzenlos an den amerikanischen Kulturkreis annähere.

Der Kurs der Aktie der Quelle: dpa

Kurz vor seinem 65. Geburtstag letzten Dezember hat sich der Post-Chef noch ein besonderes Geschenk gemacht, das ihm viel Kritik einbrachte: Nach der Entscheidung zum Branchenmindestlohn verkaufte er eigene Post-Aktien im großen Stil, machte einen Gewinn von fast 100 Prozent.

Später zeigte er sich reumütig: "Ich habe einen Fehler gemacht. Der Zeitpunkt des Aktienverkaufs war nicht überlegt und in dieser Situation natürlich fatal. Mich ärgert das, aber ich kann es leider auch nicht mehr rückgängig machen." Vielleicht konnten ihn die zusätzlichen 4,73 Millionen Euro auf seinem Konto trösten.

Vor seinem Geburstag kündigte er jedenfalls an: "Dann sollte allmählich Schluss sein." 

Eine PIN-Mitarbeiterin fährt Quelle: dpa

"Wettbewerb macht Spaß", findet der Manager. Trotzdem kennt er mit seinen Konkurrenten TNT und PIN kein Pardon: "Wir werden um jeden einzelnen Brief kämpfen, bis zum letzten Blutstropfen."

Monteure installieren das Quelle: dpa

Zumwinkel glaubt an sein Unternehmen: "Wir setzen auf Qualität, Qualität und noch einmal Qualität."

"Wir sind die beste Post der Welt."

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