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ABB, Aston Martin und Zalando Die Quartalszahlen des Tages

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Alstria, Steinhoff und BAT

Gewinn von Büroimmobilien-Vermieter Alstria stagniert

Die Bereinigung des Immobilienbestands hat den Gewinn des Büro-Vermieters Alstria Office im vergangenen Jahr erneut stagnieren lassen. Auch 2019 erwartet das Hamburger Unternehmen keine großen Sprünge, wie der Konzern am Mittwochabend mitteilte. 2018 verbesserte sich das operative Ergebnis (FFO) leicht auf 114,7 (Vorjahr: 113,8) Millionen Euro, der Umsatz sank auf 193,2 (193,7) Millionen Euro.

Wie zahlreiche Konkurrenten profitierte auch Alstria Office vom boomenden deutschen Immobilienmarkt, der Wert des Portfolios stieg um 18 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Die positiven Bewertungseffekte trieben den Nettogewinn um 77,6 Prozent auf 527,4 Millionen Euro in die Höhe. Die Dividende will Alstria Office mit 0,52 Euro je Aktie stabil halten.

Für 2019 erwartet Alstria Office trotz steigender Mieten einen leichten Rückgang des FFO auf 112 Millionen Euro. Der Umsatz werde voraussichtlich auf 190 Millionen Euro sinken.

Bericht über Bilanzskandal bei Steinhoff soll bald fertig sein

Spätestens Mitte April soll Licht ins Dunkel des milliardenschweren Bilanzskandals beim südafrikanisch-deutschen Möbelkonzern Steinhoff kommen. Die Wirtschaftsprüfer von PwC seien mit ihrer Untersuchung so gut wie fertig, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stellenbosch bei Kapstadt mit. Mitte März sollen die Ergebnisse dem Aufsichtsrat vorliegen, einen Monat später sollen sie auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das Unternehmen mit Wurzeln in Westerstede bei Bremen hat umgerechnet 10,5 Milliarden Euro auf seine Beteiligungen abgeschrieben, weil diese sich als überbewertet entpuppten. Das brachte den Konzern in Schieflage.

Von den Möbelhaus-Ketten Poco in Deutschland und Kika/Leiner in Österreich hat sich Steinhoff im Zuge der Sanierung schon getrennt. Das verbliebene Geschäft leide unter der Existenz-Krise. „Die Liquiditätsengpässe und der Vertrauensverlust wirken sich immer noch auf das Geschäft aus“, räumte Vorstandschef Louis du Preez ein. Zuwächse in der afrikanischen Einzelhandels-Sparte Pepkor hätten die Einbußen beim Möbelhändler Conforama in Frankreich, beim Matratzenhändler Mattress Firm in den USA und in Asien wettgemacht. In den drei Monaten von Oktober bis Dezember sei der Umsatz um drei Prozent auf 4,7 Milliarden Euro gestiegen.

An der Börse ist Steinhoff noch knapp 600 Millionen Euro wert. In Frankfurt gab die Aktie um 3,8 Prozent nach und war noch 13 Cent wert. Vor 15 Monaten waren es noch 20-mal so viel gewesen.

Tabakhersteller BAT mit Umsatz- und Gewinnsprung dank Übernahme

Der britische Tabakkonzern BAT hat dank der Übernahme des Camel-Herstellers Reynolds im Jahr 2018 deutlich zugelegt. Die Erlöse stiegen um gut 25 Prozent auf 24,5 Milliarden Pfund (28,6 Mrd Euro), wie BAT am Donnerstag in London mitteilte. Die Briten hatten 2017 den US-Rivalen Reynolds übernommen und waren so zur Nummer eins der Branche aufgestiegen.

Der operative Gewinn stieg im abgelaufenen Jahr um gut 45 Prozent auf 9,3 Milliarden Pfund, wie der Hersteller von Pall-Mall- und Lucky-Strike-Zigaretten weiter mitteilte. Druck von der Währungsseite schmälerte dennoch die Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn. BAT gab auch einen Wechsel im Vorstand bekannt: Neuer Finanzdirektor soll Tadeu Marroco werden, wenn der jetzige Amtsinhaber Ben Stevens im August zurücktritt.

Da der weltweite Zigarettenabsatz sinkt, setzt der Konzern wie die Konkurrenz auch auf neue Produkte jenseits des Tabaks, wie die elektronische Zigarette. Hier gibt es für die Hersteller Gegenwind durch die US-Regierung.

Die US-Regierung will den Verkauf bestimmter E-Zigaretten nach einer dramatischen Zunahme des Konsums unter Jugendlichen stärker regulieren. Nach Plänen der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA sollen einige aromatisierte E-Zigaretten nur noch in Läden verkauft werden, in die Jugendliche unter 18 Jahren entweder gar keinen Zutritt haben oder in denen es Bereiche gibt, wo sie sich nicht aufhalten dürfen. Menthol- und Mintgeschmacksrichtungen sollen von den Einschränkungen ausgenommen werden. BAT ist nach eigenen Angaben bei diesem Thema zuversichtlich, mit den Vorschlägen der FDA umzugehen.

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