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ABB, Aston Martin und Zalando Die Quartalszahlen des Tages

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Aumann, Kion und Anheuser-Busch

Aumann ist nach Rekordgewinn vorsichtig für 2019

Der Spezialmaschinenbauer meldet für das abgelaufene Jahr Rekorde bei Umsatz und Gewinn: Die Erlöse stiegen um 38 Prozent auf 290 Millionen Euro. Im Segment Elektromobilität, wo Aumann Autobauer mit Fertigungstechnik für Elektromotoren beliefert, war es sogar ein Zuwachs von 72 Prozent auf 105 Millionen Euro. Der bereinigte Ebit-Gewinn stieg um 39,5 Prozent auf 29,3 Millionen Euro. Für 2019 ist Aumann vorsichtiger: Umsatz und Gewinn sollen leicht steigen.

Gabelstaplerhersteller Kion überrascht positiv mit Ergebnis und Dividende

Der Gabelstaplerhersteller Kion hat mit einem starken Schlussquartal die eigenen Konzernprognosen erfüllt und hebt die Dividende überraschend kräftig an. Der Umsatz stieg um 5,2 Prozent auf fast 8 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Ohne Wechselkurseffekte hätte der Erlös um 7,5 Prozent zugelegt. Unter dem Strich stand mit 401,6 Millionen Euro zwar weniger Gewinn als vor einem Jahr mit 422,5 Millionen Euro - damals schlug aber auch die US-Steuerreform mit einem Sonderertrag von 92 Millionen Euro zu Buche. Die Dividende will Kion unerwartet deutlich von 99 Cent auf 1,20 Euro je Aktie anheben.

„Wir haben 2018 wiederum ein starkes Wachstum gezeigt“, zog Finanzchefin Anke Groth Bilanz. Das starke Auftragsbuch sei ein hervorragendes Fundament für 2019. Die weltweiten Investitionen in Lagerkapazitäten dürften auf einem hohen Niveau bleiben, hieß es.

Anheuser-Busch optimistisch für 2019

Der weltgrößte Bierhersteller mit Marken wie Budweiser, Corona oder Stella Artois zeigte sich nach einem Ergebnisanstieg im vierten Quartal auch für 2019 optimistisch. Der Umsatz pro Hektoliter solle aufgrund einer größeren Nachfrage der Verbraucher nach Premium-Bieren sowie höheren Preisen stärker steigen als die Inflation, teilte Anheuser-Busch mit. Die Kosten würden dagegen langsamer zulegen. Der operative Gewinn (EBITDA) erhöhte sich im vierten Quartal um zehn Prozent auf 6,17 Milliarden Dollar.

IAG verdient trotz hoher Kerosinkosten deutlich mehr

Die British-Airways-Mutter IAG hat 2018 dank einer hohen Nachfrage und trotz höherer Kerosinkosten deutlich mehr verdient. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,9 Milliarden Euro und damit 44 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Donnerstag in London mitteilte.

Der Umsatz zog um sieben Prozent auf 24,4 Milliarden Euro an. Im laufenden Jahr rechnet IAG mit weiteren Zuwächsen beim Passagieraufkommen. Zudem sollen die Kosten weiter sinken - zumindest, wenn man mögliche Steigerungen beim Kerosin ausklammert.

Zu IAG gehören neben British Airways auch die spanischen Fluggesellschaften Iberia und Vueling sowie die irische Aer Lingus. Das Unternehmen hatte am Donnerstag zudem bekanntgegeben, dass es einen Teil der Flotte durch neue Boeing-Flugzeuge ersetzt - Airbus hatte dabei das Nachsehen.

Logistikkonzern Panalpina verdient mehr - Dividende stabil

Der Schweizer Logistikkonzern hat im Jahr 2018 trotz des Handelsstreits zwischen den USA und China mehr verdient. Der Gewinn stieg um 32 Prozent auf 75,7 Millionen Franken. Trotzdem will das mit einem Übernahmeangebot vom dänischen Konkurrenten DV konfrontierte Unternehmen die Dividende stabil halten und wie im Vorjahr 3,75 Franken je Aktie ausschütten. Panalpina setze auf „beschleunigtes, substanzielles organisches und externes Wachstum“. Zum Stand des Übernahmeangebots äußerte sich das Unternehmen nicht.

Carrefour will Umbau beschleunigen - wieder hoher Verlust

Bei Europas größtem Handelskonzern Carrefour hinterlässt der Konzernumbau weiter tiefrote Zahlen. So fiel im vergangenen Jahr ein Verlust von 561 Millionen Euro an, wie das Unternehmen am Donnerstag in Boulogne-Billancourt nahe Paris mitteilte. Das Minus war damit noch einmal 30 Millionen Euro höher als im vergangenen Jahr. Den Sparplan bis 2022 will der Konzern schneller vorantreiben.

Die Trennung von 273 ehemaligen Dia-Supermärkten wurde 2018 abgeschlossen. Mit der Umstrukturierung will Carrefour auch Personal einsparen. Im vergangenen Jahr schloss der Konzern daher freiwillige Auflösungsverträge mit 2400 Mitarbeitern am französischen Hauptsitz sowie jeweils 1000 Mitarbeitern in Argentinien und Belgien ab.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 3,47 Milliarden Euro. Der Nettoumsatz sank um knapp vier auf 76 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Seinen strategischen Umbau will Konzernchef Alexandre Bompard weiter vorantreiben. Dabei sollen die Kosten um 2,8 Milliarden Euro statt der zuvor angekündigten 2 Milliarden Euro jährlich reduziert werden. Bis 2022 will Carrefour zudem jeweils 5 Milliarden Euro Umsatz im Internethandel und mit Bio-Produkten erzielen.

Außerdem sollen bis dahin nicht strategisch wichtige Immobilien in Höhe von 500 Millionen Euro verkauft werden. Geplant ist auch, die Verkaufsfläche weltweit um rund 400 000 Quadratmeter zu verkleinern.

Mit dem Umbau reagiert Carrefour auf die veränderten Einkaufsgewohnheiten vieler Kunden. Konkurrenz durch Online-Anbieter und spezialisierte Händler machen dem Konzern das Leben schwer, ebenso wie ein Preiskrieg mit den anderen französischen Supermarkt-Rivalen.

Freenet erwartet 2019 bestenfalls stabilen Gewinn

Dank eines Verkaufserlöses hat der Telekommunikationskonzern Freenet im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Betriebsgewinn gesteigert. Der Ebitda-Gewinn ohne die Schweizer Beteiligung Sunrise wuchs um 8,1 Prozent auf 441,3 Millionen Euro - darin enthalten sind knapp 40 Millionen Sonderertrag aus dem Verkauf von Aktivitäten der Tochter Media Broadcast. Der Umsatz wuchs um 152 Millionen Euro auf 3,659 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Für 2019 strebt Freenet stabile Umsätze und mit 420 bis 440 Millionen Euro einen bestenfalls unveränderten Ebitda-Gewinn an.

An der Börse verloren Freenet-Aktien nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen 3,5 Prozent. Die Analysten des Bankhauses Jefferies schrieben, Freenet habe ein kompliziertes Quartal hinter sich. Der Ausblick für 2019 liege im Rahmen des Erwarteten. Freenet werde möglicherweise zusätzliche Liquidität für die milliardenschwere Kapitalerhöhung der Schweizer Mobilfunk-Beteiligung Sunrise aufbringen müssen, mit der diese den Kauf des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken refinanzieren wolle.

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