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Accor-Chef Sébastien Bazin "Wir müssen uns in China beeilen"

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"China ist ein Zukunftsmarkt, auf dem wir präsent sein müssen"

Seit dem Strategiewechsel ist Accor einer der größten Player für Hotelimmobilien in Europa. 2014 haben Sie für rund eine Milliarde Euro 110 Hotels verschiedener Accor-Marken gekauft. Was steht für 2015 auf Ihrer Liste, und wie hoch ist Ihr Budget dafür?
Wir werden einiges kaufen, aber auch ein paar der 2014 erworbenen Hotels wieder abstoßen. Ich werde aber einen Teufel tun und heute schon Details verraten. Wenn sich gute Gelegenheiten ergeben, werden wir zuschlagen. So gesehen haben wir keine Grenzen, sofern die Marge stimmt.

Diese Hotels bieten Luxus und ein gutes Gewissen
Hotel Fogo Island Inn Quelle: National Geographic Travel
Kapari Natural Resort auf Santorin Quelle: National Geographic Travel
Hotel Kasbah du Toubkal in Marokko Quelle: National Geographic Travel
Lodge Longitude 131˚ Quelle: National Geographic Travel
Nimmo Bay Wilderness Resort in Kanada Quelle: National Geographic Travel
Southern Ocean Lodge in Südaustralien Quelle: National Geographic Travel
Three Camel LodgeDie Three Camel Lodge liegt in der Wüste Gobi, vor den Toren Ulan Bators. Die Lodge, die aus 40 authentischen Jurten besteht, wird von mongolischen Nomadenfamilien geführt, die Touristen das Wüstenleben nahe bringen. Alle Lebensmittel werden in der Umgebung produziert, für Strom sorgen Solarzellen und Windräder. Die Abwässer werden für die Aufforstung genutzt. Quelle: National Geographic Travel

In welchen Regionen Sie kaufen wollen, können Sie aber schon sagen?
Wir konzentrieren uns auf Regionen, in denen wir uns auskennen, und kaufen nur in Europa. In Paris, London oder Frankfurt sind die Risiken ähnlich und für uns überschaubar – in São Paulo oder Shanghai ist das anders. Und wir kaufen nur im Budget- und im mittleren Segment, also Objekte, die etwa unter unseren Marken Ibis oder Mercure betrieben werden können.

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In China wollen Sie in den kommenden fünf Jahren mit dem Investor Huazhu 400 Hotels unter Accors Economy- und Mittelklasse-Marken eröffnen. Wie passt das zur Fokussierung auf Europa?
China ist ein Zukunftsmarkt, auf dem wir präsent sein müssen. Rund 140 Millionen Chinesen haben genug Geld, um zu reisen, in fünf Jahren werden es 250 Millionen sein. Wer die an sich binden kann, hat einen Riesenvorsprung. In China gibt es aber schon vier große nationale Player in der Budget- und Mittelklasse-Hotellerie, die jeder 300 bis 400 neue Hotels pro Jahr eröffnen wollen. Wir haben dort erst 150 Häuser. Wer als Europäer mitmischen möchte, muss sich beeilen und einen starken chinesischen Partner finden. Wir geben jetzt erstmals Marken in fremde Hände. Aber wir bekommen eine Zehn-Prozent-Beteiligung an Huazhu und einen Sitz im Aufsichtsrat. Das sichert uns ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen.

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