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Accor-Hotelgruppe "Marken sind das neue Kapital"

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Kampf mit der Konkurrenz

ibis-Hotel in Tunesien: Wachstum auch in Afrika Quelle: REUTERS

Was passiert mit Ihren übrigen Marken?

Hennequin: Auch dort wird sich einiges ändern, hauptsächlich am Produkt selbst. Mit unserer Luxusmarke Sofitel sind wir gut aufgestellt. Bei Pullman und Mercure haben wir umfangreiche Renovierungsprogramme gestartet. Und für Novotel arbeiten wir zum Beispiel mit Microsoft zusammen, um gemeinsam das Hotelzimmer der Zukunft zu entwerfen.

Ihr Kollege Richard Solomons, Chef der InterContinental Hotels Group, hat im „Handelsblatt“ angekündigt, sein Unternehmen wolle in Deutschland zur Nummer eins werden. Macht Ihnen das Angst?

Hennequin: Nein. Accor mit seinem breit gefächerten Markenportfolio und der guten Marktdurchdringung ist heute Marktführer in Deutschland. In den kommenden Jahren werden wir weiter wachsen, bis 2017 werden wir mehr als 100 Hotels haben. Schwerpunkt wird dabei das Wachstum durch Franchise und im Economy-Segment sein. Wir sind gut aufgestellt und haben keine Angst vor Konkurrenz.

Das sind starke Worte, aber mit der Marke Holiday Inn Express zielt InterConti genau auf Ihre wichtigste Marke ibis.

Mit ibis und Etap waren wir Pionier im Economy- und Budgetsegment. Mit dem bereits erwähnten Rebranding unter dem neuen ibis-Familiendach und der Modernisierung des Produkts sind wir gut gerüstet und werden unsere Marktführerschaft weiter ausbauen. In Deutschland gibt es nach wie vor gute Wachstumschancen in dieser Kategorie. Das haben nun offenbar auch unsere Kollegen verstanden und wollen daran teilhaben.

Dennoch könnte der Kapazitätsausbau für die Branche unangenehme Folgen haben, in Deutschland gibt es schon heute Überkapazitäten und ein im europäischen Vergleich niedriges Preisniveau.

Den Punkt Überkapazitäten muss man differenziert sehen. In einigen Städten und Kategorien gibt es ein Überangebot, aber in der Markenhotellerie und im Budgetsegment hat Deutschland im Vergleich
zu anderen Ländern noch Nachholbedarf und darum Wachstumspotenzial. Die Gefahr eines weiteren Preisverfalls sehe ich nicht.

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Wo steht Accor in drei Jahren?

Weiter ganz oben. Wir haben uns aggressives Wachstum vorgenommen, vor allem in Asien, im Pazifik und in Lateinamerika, aber auch in Afrika und Mittelost. In den kommenden drei Jahren werden wir 100 000 neue Zimmer schaffen.

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