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ADAC Motorwelt Burda und Springer konkurrieren um Übernahme des ADAC-Magazins

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Die ADAC-Motorwelt soll an andere Verlage abgegeben und radikal verändert werden. Quelle: dpa

Die ADAC-Motorwelt ist Europas größtes Magazin – aber seit Jahren ein Millionengrab. Jetzt soll das Heft an andere Verlage abgegeben und radikal verändert werden.

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Die Verlage Burda und Axel Springer bewerben sich um den Auftrag, im Auftrag des ADAC das Vereinsmagazin „Motorwelt“ herauszugeben. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus Kreisen, die mit dem Vorgang vertraut sind.

Die „Motorwelt“ ist mit einer Auflage von 13,5 Millionen Exemplaren Europas größtes Magazin. Doch der ADAC hat mit der Mitgliederzeitschrift in den vergangenen Jahren immer höhere Verluste gemacht. 90 Millionen Euro kostete die Motorwelt im Jahr – nur 30 Millionen kamen durch Anzeigen in die Kasse. Allein für die Zustellung per Post musste der ADAC jährlich 50 Millionen Euro zahlen.

Jetzt will der Verein das Heft auslagern – es geht um einen Auftrag im Volumen von bis zu 20 Millionen Euro. Und es gibt nach Informationen der WirtschaftsWoche prominente Bewerber: die Corporate-Publishing-Firma von Axel Springer, Axel Springer Corporate Solutions. Und Burdas Agentur C3. Ein ADAC-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern, ebenso wie die beiden Verlage.

Auf die Redaktion der Motorwelt und ihre Leser kommen große Veränderungen zu: Bis Ende dieses Jahres wird das Heft den Vereinsmitgliedern noch monatlich zugestellt. Ab 2020 wird das Magazin nur noch drei- bis viermal im Jahr erscheinen und soll nicht mehr per Post verschickt werden – sondern ausliegen. Wo genau wird derzeit geprüft. Vorstellbar wären neben ADAC-Geschäftsstellen etwa Tankstellen oder Postfilialen. Die Auflage soll in diesem Zuge radikal schrumpfen – von derzeit 13,5 auf rund fünf Millionen Exemplare.

Die Mitarbeiter haben vom Verein eine Jobgarantie bis Ende nächsten Jahres. Die 40 Redakteure sollen dem ADAC darüber hinaus erhalten bleiben – und für das neu aufgestellte Vereinsportal adac.de arbeiten. Die 40 Verlagsmitarbeiter, die sich um Anzeigen, Marketing und den Verkauf kümmern, haben diese Perspektive nicht – sie bangen um ihren Job. Unter den „Motorwelt“-Mitarbeitern ist der Unmut entsprechend groß.

Sie lesen eine Vorabmeldung aus der aktuellen WirtschaftsWoche. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

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