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Air Berlin Airline will Transfergesellschaft mitfinanzieren

Die Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin kämpfen für ihre berufliche Zukunft und demonstrieren. Nun kommt Bewegung in die Debatte um eine nötige Transfergesellschaft für die Mitarbeiter.

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Am Montag demonstrierten Beschäftigte der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bei einer Verdi-Protestaktion in Berlin. Quelle: dpa

In die Debatte um eine Auffanglösung für Mitarbeiter der Air Berlin kommt Bewegung. Die insolvente Fluggesellschaft ist nun doch bereit, die dazu nötige Transfergesellschaft mitzufinanzieren, wie aus einem Brief der Konzernspitze an Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller hervorgeht, der der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorlag. "Wir sehen große Chancen, dass sich die Air Berlin trotz Insolvenz an einer solchen Transfergesellschaft finanziell beteiligen kann", schrieben Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann, der Generalbevollmächtigte Frank Kebekus und der Sachwalter Lucas Flöther.

Zudem gebe es Gespräche auch mit potentiellen Investoren, ebenfalls Geld zuzuschießen. "Damit eine Transfergesellschaft möglich wird, bitten wir Sie, das Land Berlin, um eine finanzielle Beteiligung." Air Berlin mahnte zu großer Eile - "da die notwendigen Maßnahmen schon zum Ende dieser Woche eingeleitet werden müssen". Vom Berliner Senat war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die Gewerkschaft Verdi und Arbeitnehmervertreter plädieren seit längerem für eine Transfergesellschaft zur Vermittlung von mehreren Tausend Beschäftigten, die wohl nicht von der Lufthansa oder anderen Interessenten wie Easyjet übernommen werden. Eine solche Einrichtung würde größtenteils von der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Einen Teil der Kosten müssten aber andere übernehmen, etwa Air Berlin oder die Bundesländer mit Air-Berlin-Standorten.

Bislang zeichnete sich keine Geldquelle für jene Mittel ab, die nicht von der BA übernommen werden können. Dabei könnte es sich um einen zweistelligen Millionenbetrag oder mehr handeln. Jüngst hatte auch die geschäftsführende Bundesarbeitsministerin Katarina Barley indirekt Lufthansa aufgefordert, sich finanziell an der Weitervermittlung von Air-Berlin-Beschäftigten zu beteiligen.

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