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Air Berlin Hilfen von Etihad für Air Berlin vermutlich akzeptiert

Exklusiv

Die Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi muss offenbar nicht mit einem Verbot ihrer Beteiligung an der deutschen Fluglinie Air Berlin rechnen. Darauf deuten Aussagen von Insidern hin.

Flugzeug von Air Berlin Quelle: REUTERS

„Es gibt klare Anzeichen, dass die deutschen Behörden das Engagement wahrscheinlich nicht verbieten“, erfuhr die WirtschaftsWoche in Berliner Luftfahrtkreisen.
Zwar haben die Ministerpräsidenten von Hessen und Bayern sowie die Chefs von Fluglinien wie der Deutschen Lufthansa und Air France-KLM der EU-Kommission und der Bundesregierung ihre Bedenken gegen einen Einstieg vorgetragen. Sie fürchten angesichts der umfangreichen Staatshilfen für Etihad und andere Fluglinien vom Golf einen unlauteren Verdrängungswettbewerb sowie den Verlust von Arbeitsplätzen bei Fluglinien oder Flughäfen vor ihrer Haustür. „Doch eine Schließung von Air Berlin will am Ende keiner, nur ein Ende der Dauersubventionen für die europäischen Töchter wie Air Berlin und Alitalia“, heißt es in Luftfahrtkreisen. „Wahrscheinlich wird das Ministerium statt eines Verbots eine Liste mit Auflagen schicken und klar machen, dass sie bei weiteren Finanzspritzen das Engagement verbieten werden.“

Das Luftfahrtbundesamt prüft im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums seit mehreren Monaten, ob Etihad bei Air Berlin mit seinen Geldspritzen oder dem Einfluss im Tagesgeschäft die faktische Kontrolle ausübt. Das würde gegen EU-Recht verstoßen und Air Berlin könnte die Betriebserlaubnis verlieren und müsste dann geschlossen werden.

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