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Air-Berlin-Insolvenz Was hieße Air Berlins Abschied für den Flugmarkt?

Wenn Air Berlin verschwindet, verändert das den deutschen Flugmarkt. Da weniger Konkurrenz häufig schlecht für den Kunden ist, könnte für diesen ein schlechteres Angebot drohen. Wie die Chancen dafür stehen.

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Von der Marke Air Berlin werden sich Flugpassagiere wohl bald verabschieden müssen. Quelle: REUTERS

Dass Air Berlin mit der Insolvenz seine eigene Aufteilung angestoßen hat, scheint bereits ausgemacht. „Der Betrieb wird sicher von einer anderen Fluglinie übernommen – und damit auch die Mitarbeiter im Cockpit und der Kabine", sagt ein Brancheninsider gegenüber WirtschaftsWoche Online.

Air Berlin verhandelt auch bereits mit dem Konkurrenten Lufthansa und einer weiteren Fluggesellschaft über einen Verkauf von Betriebsteilen. Entschieden ist aber noch nichts. Laut Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries laufen die Gespräche mit der größten deutschen Fluglinie erfolgsversprechend. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf nicht genauer benannte Insider berichtet, soll die zweite Fluggesellschaft Easyjet sein. Der britische Billigflieger soll demnach vor allem Interesse an den Start- und Landerechten (Slots) in Berlin und Düsseldorf haben. Easyjet wollte den Bericht bislang nicht kommentieren.

Eine Übernahme durch beispielsweise Lufthansa und Easyjet ist aus Sicht des Hamburger Luftfahrtexperten Heinrich Großbongardt „die sinnvollste und logischste Perspektive." Eine Übernahme durch Ryanair etwa sei weder für die Mitarbeiter wünschenswert noch wahrscheinlich. „Das entspräche auch nicht der Strategie von Ryanair, die bislang noch nie auf Übernahmen zur Geschäftserweiterung gesetzt haben."

Das ist Air Berlin

Die irische Fluggesellschaft hatte die Insolvenz und die staatliche Zwischenfinanzierung von 150 Millionen Euro scharf kritisiert. Ryanairs Stein des Anstoßes: Die Insolvenz laufe gezielt auf eine Übernahme der Air Berlin durch die Lufthansa hinaus und werde in Deutschland zu höheren Ticketpreisen führen.

Damit würde der Abschied von Air Berlin zum Nachteil für die deutschen Fluggäste. Wie in jedem Markt profitieren Verbraucher auch auf dem Flugmarkt von vielfältiger Konkurrenz. Die belebt ja bekanntlich das Geschäft, sorgt häufig für günstigere Preise und gibt dem Kunden die Möglichkeit abzuwägen – zum Beispiel guten Service gegen günstiges Angebot.

Doch was nun, wenn die zweitgrößte deutsche Airline zukünftig nicht mehr abhebt? Droht eine Art Lufthansa-Monopol mit höheren Preisen durch weniger Konkurrenz? Reduzieren sich dann die Flugverbindungen und Angebote für die Städtereise nach London? Oder die Touristenfliegerzahl zum Flughafen Palma de Mallorca? Und muss man zukünftig mit Lufthansa über den Atlantik zum Kranich-Preis buchen, weil es an Alternativen von deutschen Flughäfen aus mangelt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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