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Air France Konzernchef Janaillac tritt mitten im Streik zurück

Jean-Marc Janaillac Quelle: REUTERS

Der Geschäftsführer der französisch-niederländischen Air France-KLM tritt nach der Ablehnung eines Lohnangebots durch die Beschäftigten zurück. Die Gewerkschaften wollen weiterstreiken.

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Air France-KLM-Chef Jean-Marc Janaillac hat nach einer Abfuhr durch die Beschäftigten im Tarifstreit seinen Rücktritt angekündigt. Die Belegschaft habe mehrheitlich die von der französisch-niederländischen Fluggesellschaft angebotene Lohnerhöhung abgelehnt, sagte der Vorstandsvorsitzende am Freitag auf einer Pressekonferenz. „Ich übernehme die Verantwortung für die Konsequenzen dieser Abstimmung.“ In den kommenden Tagen werde er seinen Rücktritt einreichen.

Mit der Abstimmung wollte die Unternehmensspitze nun eigentlich Bewegung in den festgefahrenen Konflikt mit den französischen Gewerkschaften bringen. Janaillac hatte seine berufliche Zukunft mit dem Ausgang des Votums verknüpft. Die Gewerkschaften zeigten sich jedoch unbeeindruckt und erklärten, ihr Streikaufruf für kommenden Montag und Dienstag bleibe bestehen.

„Dies ist eine riesige Verschwendung, die nur dazu führen kann, dass unsere Konkurrenten sich freuen“, sagte Janaillac, nachdem die Mitarbeiter das Angebot einer Lohnanhebung um zwei Prozent in diesem Jahr abgelehnt hatten. Einem Bericht zufolge waren 55 Prozent der Befragten gegen das Angebot.

Der Freitag war der 13. Streittag bei Besatzungsmitgliedern und Bodenpersonal der Fluggesellschaft Air France. Das Unternehmen teilte mit, dass die Streiks die Fluggesellschaft bereits mindestens 300 Millionen Euro gekostet hätten. Danach fiel am Freitag die Air-France-Aktie. Das Unternehmen Air France-KLM blickt für dieses Jahr „merklich“ niedrigeren Einnahmen als 2017 entgegen.

Janaillac traf am Donnerstag den Vorstand des Unternehmens, um über die Quartalsergebnisse und die Prognose zu sprechen. Er war seit Juli 2016 Geschäftsführer des Unternehmens.

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