Airline Air France kappt die Gewinnprognose

Nach der Lufthansa hat auch Air France-KLM seine Gewinnprognose nach unten korrigiert. Schuld sind Überkapazitäten und Schwächen im Frachtgeschäft.

Air France-KLM kappt seine Gewinnprognose. Quelle: dpa

Nach dem europäischen Branchenführer Lufthansa senkt auch Air France-KLM wegen des harten Preiskampfs auf der Langstrecke und einer Delle im Frachtgeschäft das Gewinnziel. In diesem Jahr werde nur noch ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 2,2 bis 2,3 Milliarden Euro erwartet - bis zu zwölf Prozent weniger als bislang, teilte die französisch-niederländische Fluggesellschaft am Dienstag mit.

Auf Basis der neuen Prognose werde der Gewinn zwar immer noch 20 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Doch um gegenzusteuern, baut Air France-KLM weitere Arbeitsplätze ab. Nach einer im Vorjahr angekündigten Streichrunde sollen nun noch 700 zusätzliche Stellen bei Flugbegleitern wegfallen.

Die Aktien der zweitgrößten europäischen Airline brachen nach der Prognosesenkung um bis zu fünf Prozent ein. Anleger flüchteten auch aus anderen Airline-Werten: Die Titel des Branchen-Dritten British Airways-Iberia sanken um vier Prozent, die Lufthansa-Aktien verloren zwei Prozent.

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Air France-KLM leidet unter den gleichen Belastungen wie die Lufthansa, die mit einer Gewinnwarnung vor einem Monat die gesamte Branche aufschreckte. Kernproblem: Auf den Strecken von Europa über den Atlantik, die wegen der hohen Nachfrage von Geschäftsreisenden besonders profitabel sind, drängeln sich immer mehr Flugzeuge. Folge sind Überkapazitäten und fallende Preise. Zudem drängen aggressiv wachsende Rivalen vom Persischen Golf wie Emirates auf die Routen. "Hinzu kommen die anhaltend schwache Frachtnachfrage und die schwierige Situation in Venezuela."

Das südamerikanische Land blockiert seit längerem Zahlungen von 290 Millionen Dollar an die Franzosen - der Lufthansa und zahlreichen anderen Fluglinien geht es ähnlich. Die linke Regierung streitet seit längerem mit den Fluggesellschaften über den Umtauschkurs der Landeswährung Bolivar.

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