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Airline-Lounges Die Besten am Boden

Welche First Class Lounges anspruchsvolle Vielflieger aus Sicht des britischen Marktforschers Skytrax am besten verwöhnen.

Welche First Class Lounges Vielflieger am besten verwöhnen
Platz 10: ANA Suite Lounge - TokyoWer es so richtig gemütlich und plüschig mag, ist in Japan ja ohnehin generell fehl am Platz – und ganz besonders ist er es in der Ana Suite genannten Top-Lounge des Lufthansa-Partner All Nippon. Statt runden Formen, warmen bis lauten Farben und globalisiertem Design-Nippes mit Asien-Touch dominiert hier minimalistische japanische Ausstattung mit klaren Kanten, kühles Plexiglas und ruhigem, ja fast ein wenig einschüchterndem klassischem Naturholz am Boden. Das mag die meisten Europäer befremden. Doch es passt zum ganzen Auftritt der Linie und nicht zuletzt zu dem japanischen Teil des durchweg hochwertigen Caterings. Und wer es etwa weltmännischer mag, kann als First-Class-Kunde ja jederzeit auch in die Lounges einer der vielen Partner-Fluglinien wechseln. Quelle: ANA
Platz 9: Emirates First Class Lounge - Dubai Terminal 3Mit dem Anspruch zu den weltbesten Airlines zu gehören, kann Emirates aus Dubai oft nur schwer mithalten. Wegen ihres Wachstumskurses kommt die Linie sowohl an Bord als auch am Boden mit dem Renovieren kaum nach. An Bord stammen manche Stühle noch aus den neunziger Jahren und in den Lounges galt: so gut Küche und die Spas auch waren, es war oft einfach nur voll und die Einrichtung hatte sichtbare Gebrauchsspuren. Zumindest bei den Lounges hat die Linie mit ihrem Terminal 3 nun eine ganze Weile vorgesorgt. Der First-Bereich nimmt fast ein ganzes Stockwerk ein, bietet bis zum Schuhputzservice nahezu alle denkbaren Dienstleistungen inklusive des wohl größten Kinderbereichs und einem fast direkten Zugang von der Lounge ins Flugzeug. Quelle: Emirates
Platz 8: Cathay Pacific Airways - First Class Lounge HongkongAn ihrem Drehkreuz setzte Cathay Pacific lang den Maßstab. Schließlich war die Linie aus der ehemaligen Kronkolonie die erste Gesellschaft der Region, die an einen komplett neu gebauten Flughafen ziehen durfte. Zwar waren die Lounges anfangs ein wenig zu innovativ. Manche Kunden im Jetlag traten in die kleinen Brunnen am Boden und so waren die Warteräume auch als erste abgenutzt und mussten renoviert werden. Doch seit der im Februar abgeschlossenen Erneuerung hat sie besonders dank des First-Bereichs im The Wing genannten „Exklusivsten Balkon der Welt“ (Eigenwerbung) wieder alle Chancen in der Liga der Top-Lounges aufzusteigen. Und wem die vielen Rottöne zu viel sind, kann im „The Pier“ in die Einzelkabinen flüchten oder im neuen Bereich „The Cabin“ bei Designermöbeln und gesunder Küche entspannen. Quelle: Cathay Pacific Airways
Platz 7: Singapore Airlines - SilverKris Lounge - First Class SingapurDer Name SilverKris täuscht den Anfänger ein wenig. Denn tatsächlich bietet Singapore Airlines an seinem Drehkreuz Singapur keineswegs in der KrisFlyer Gold getauften Lounge im Terminal 3 seinen besten Service, sondern in der bescheiden SilverKris getauften Lounge, genauer in jenem First-Class-Bereich ganz am Ende der rechten Seite. Hier zeigt die Linie, was auf kleinem Raum möglich ist - Komfort, Gaumengenüssen aus dem weltweiten Flugnetz der Linie bis zu den in der Region so beliebten Edelst-Cognacs, sowie dem wohl besten Blick den ein Lounge-Schreibtisch bieten kann. Lediglich das schwere braune Gestühl wirkt ein wenig zu gesetzt und könnte durch eine etwas minimalistischer designte Ecke ergänzt werden. Doch es passt am Ende alles zum Stil der Linie aus dem Löwenstaat. Quelle: Singapore Airlines
Platz 6: British Airways – First Class Lounge / Concorde Room Terminal 5 London HeathrowIhr langjähriges Motto als „World’s Favorite Airline“ haben sich Briten dadurch verdient, dass sie gerade bei Lounges immer etwas mehr taten als ihre europäischen Hauptkonkurrenten Air France und Lufthansa – und erst Recht mehr als die Fluglinien der USA im für British Airways so wichtigen Transatlantikverkehr. Damit wollten die Briten nicht nur höhere Ticketpreise, sondern auch das meist durchwachsende Erlebnis am Hauptflughafen London Heathrow mit seinen engen Gängen und geringer Pünktlichkeit wettmachen. Letzteres ist zwar im neuen Terminal 5 kein Thema mehr. Doch der Anspruch an die Lounges ist geblieben. Besonders der First-Bereich im obersten Geschoss mit seinem Grandhotel-Stil lässt keine Wünsche offen. Außer einem Wechsel in den Concorde Room nebenan mit eigenen Zimmern, Gratistelefon und seiner guten Küche inklusive des wohl besten Kaffees in einer Lounge außerhalb Italiens. Quelle: Flughafen Heathrow
Platz 5: Etihad Airways - First Class Lounge Abu Dhabi Es ist schwer vorstellbar: aber in puncto Ehrgeiz und Willen zum Investment übertrifft Etihad den Lokalrivalen Qatar Airways. Innerhalb von lediglich zehn Jahren hat die Linie den Sprung aus dem Nichts unter die zehn besten Airlines der Welt geschafft. Doch der rigide Wachstumskurs hat auch seine Spuren hinterlassen. Am Drehkreuz Abu Dhabi wird es trotz ständiger Erweiterungen etwas eng, so dass Business-Passagiere für lange Zeit statt in die feinere und zentral gelegene Pearl-Lounge lieber in die einfachere Al Reem Lounge in Terminal 1 gingen. Bei der First Lounge ist das freilich nicht zu spüren. Hier ist wie bei Qatar im Interieur alles bestens. Nur bei den Details im Service, so berichten Vielflieger, ist es eben eher zu perfekt und noch ohne das bisschen Seele, die aus perfekter Ausbildung echten Kundendienst sowie aus "gut", "bemerkenswert" macht. Aber das ist im wahrsten Sinne ein Luxusproblem. Quelle: Etihad Airways
Platz 4 Thai Airways - First Class Lounge BangkokNeben den anderen bekannten Linien Südostasiens wie Singapore Airline, Cathay Pacific aus Hongkong oder auch Malaysia Airlines gilt Thai Airways immer zwar als charmant und freundlich, aber am Ende doch eher unglamourös. Das mag übertrieben sein und gilt sicherlich nicht für die Nobellounge am Thai-Drehkreuz Bangkok. Hier zeigt die Linie, dass es in der First Class vor allem auf Ideen ankommt und den Willen kundenfreundlicher zu sein als andere. Vielleicht hat die Linie auch angetrieben es den ansonsten besser beleumundeten Lokalrivalen Singapore und Malaysia wenn schon nicht an Bord dann doch zumindest in einer Disziplin zu zeigen. Die Lounge bietet keine großen Auffälligkeiten. Aber wer sich an den landestypisch oft recht kräftigen Farben nicht stört, findet eine Oase der Ruhe mit vielen Privaträumen nebst eigenem Butler für alle, die mit der Familie allein reisen oder diskret dinieren wollen. Quelle: Thai Airways

Auch wenn sich die Flugbranche seit Ende der neunziger Jahre von Grund auf geändert hat, für den besten Service gibt es beim Fliegen nach wie vor eine klare Voraussetzung: viel Geld ausgeben. Denn so sehr die Airlines auch am Economy-Kunden sparen, wer die bis zu 15 Euro für einen Langstreckenflug in der First Class ausgibt oder zumindest ziemlich oft Business Class fliegt, reist mehr als angenehm. Und das beginnt am Boden in den Lounges

Zwar setzen alle Airlines auf Gediegenheit und keiner traut sich schräge Dinge wie Virgin Atlantic mit Spielzentren oder schalldichten Räumen wo Fans von lauter Musik oder Videos mit kräftigem Surround Sound richtig aufdrehen können.

Die Vorgabe ist simpel: für die wenigen Passagiere, die noch First Class fliegen und der Fluglinie richtig Geld bringen, tun sie das das Beste, was sie können. Schließlich ist in der Lounge mehr möglich als im Flugzeug, wo die Enge und die strenge Auflagen beim Kochen und Dinge wie Duschen und Sterne-Essen verhindern. Und eine Spa-Pflege gegen die auszehrenden Nebenwirkungen des Fliegens mit trockener Luft und Zeitverschiebung geht schon gar nicht.

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In den Lounges dagegen ist alles möglich und sie werben alle mit Essen von Top-Köchen, den bequemsten Sesseln, freiem Internet und Rundum-Betreuung von Massagen, Reisebuchungen und einer persönlichen Eskorte zum Flieger.

Doch nicht alle halten das auch ein. Selbst wenn der Service für den Standard der Airline gut ist, am Ende sind die meisten Lounges im Vergleich mit anderen eher mäßig. Das zeigt die aktuelle Übersicht des britischen Marktforschers Skytrax, der seit Jahren nach eigenen Angaben viele Tausend Reisende aus mehr als 160 Ländern von seinen Kunden die besten wählen lässt.

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