Allianz Schwacher Euro und hohe Versicherungsnachfrage pushen Ergebnis

Die Allianzgruppe profitiert von der hohen Nachfrage nach Krankenversicherungen. Das macht sich im Ergebnis des Konzerns bemerkbar. Nur die Fondstochter Pimco bereitet dem Unternehmen Sorgen.

So stehen die Aktien von Allianz und Axa

Die Allianz hat im ersten Quartal von guten Geschäften mit Vorsorgeprodukten und vom schwachen Euro profitiert. Gut lief es vor allem in der Sparte Lebens- und Krankenversicherungen. Wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte, stieg das Ergebnis vor Steuern und Zinsen in dem Bereich zum Jahresstart um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro.

Währungsgewinne und Kursgewinne bei Anleihen und Aktien befeuerten den Angaben zufolge zudem das Ergebnis aus den Kapitalanlagen. In der größten Sparte - dem Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen - ging der operative Gewinn wegen Belastungen durch Großschäden jedoch um 14 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zurück. Auch in der Vermögensverwaltung sank er. Hier belasteten Probleme der US-Tochter Pimco.

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Die Allianz hofft zum Jahresende auf eine Trendwende bei der schwächelnden US-Fondstochter. Die Abflüsse von Kundengeldern würden von Monat zu Monat weniger, was sich auch im April gezeigt habe, sagte Finanzchef Dieter Wemmer. Das werde sich wohl im zweiten oder dritten Quartal "ausspielen". Dann gehe es darum, wieder auf Wachstum umzuschalten. Die auf Anleihen spezialisierte Investmentgesellschaft habe nach dem Abgang ihres Gründers Bill Gross eine neue Mannschaft installiert und etliche neue Produkte aufgelegt. "Das Vertrauen ist wieder weitgehend hergestellt."

Die Allianz hatte bereits am vergangenen Mittwoch Eckdaten vorgelegt und ihre Prognose bestätigt. Demnach stieg der operative Gewinn konzernweit um knapp fünf Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro. 2015 soll das operative Ergebnis zwischen 10 und 10,8 (2014: 10,4) Milliarden Euro liegen. Unter dem Strich verdiente die Allianz im ersten Quartal mit 1,9 Milliarden Euro 11 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 11,2 Prozent auf 37,8 Milliarden Euro.

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