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Amazon Was die "Dash"-Buttons Amazon bringen

Auch in Deutschland können Kunden künftig per Knopfdruck bei Amazon bestellen. Für den Nutzer bringt das Komfort, für Amazon könnte "Dash" ein wichtiger Schritt hin zur vollautomatisierten Lieferung sein.

Handelsriese Amazon baut eigenes Ökosystem
Blick ins Grüne: Die Biosphäre ist vor allem mit Pflanzen bestückt, die in Bergregionen wachsen. So soll das Klima in den Glaskugeln angenehm bleiben. (Grafik: NBBJ)
Der Entwurf der Architekten von NBBJ passt sich gut ins Stadtbild ein. (Grafik: NBBJ)
Amazon will seinen Mitarbeitern nicht nur einen grünen Rückzugsraum in der Innenstadt bieten, auch für den guten Ruf ist so eine Biosphäre förderlich. (Grafik: NBBJ)
Noch bis 2018 wird gebaut und gepflanzt - dann sollen sich die Schleusen öffnen. Die Biosphären werden Teil des riesigen Amazon-Firmengeländes. (Foto: NBBJ)

Der weltgrößte Online-Händler Amazon bringt seine „Dash“-Bestellknöpfe, mit denen Verbrauchsartikel nachgeordert werden können, nach Deutschland. Die kleinen Geräte, die wie eine Türklingel mit Marken-Aufkleber aussehen, können seit Mittwoch erworben werden, wie Amazon mitteilte.

Die Idee ist, dass die Kunden sie an einem passenden Ort in ihrem Haushalt anbringen - zum Beispiel direkt an der Waschmaschine - und dann drücken können, wenn ihnen einzelne Waren des täglichen Bedarfs ausgehen. Die Bestellung wird dabei mit nur einem Knopfdruck ausgelöst.

Die Dash-Buttons verkauft Amazon für 4,99 Euro - die beim ersten Einkauf mit ihnen gutgeschrieben werden. Zum Start seien „Dutzende“ Marken dabei, sagte Amazon-Manager Amir Pelleg. Auf der Website finden sich aktuell 20 verschiedene Bestellknöpfe.

Amazon Dash: Diese Produkte gibt es in Deutschland auf Knopfdruck

Ganz unerwartet kam der Start in Deutschland nicht. Seit Ende Juli konnten Nutzer in der Amazon-App in Deutschland unter dem Reiter „Benachrichtigungen“ entscheiden, ob sie Mitteilungen erhalten wollen, wenn Bestellungen über Dash-Buttons getätigt werden.

In den USA führte Amazon die Knöpfe bereits im Frühjahr 2015 ein, dort sind mittlerweile 150 Marken vertreten. In den vergangenen zwei Monaten hätten sich die Order über die Dash-Buttons in den USA verdreifacht, sagte Pelleg. „Aktuell sehen wir zwei Bestellungen pro Minute.“ Die Marken hätten Amazon gedrängt, schneller international zu expandieren.

Da Deutschland mit einem Umsatzanteil von elf Prozent der wichtigste Auslandmarkt für Amazon ist, ist es nicht verwunderlich, dass Deutschland zu den ersten Auslandsmärkten zählt, in denen Amazon Dash probiert. In den USA seien Haushaltsartikel aus Papier, Waschmittel und Getränke unter den am häufigsten bestellten Waren.

Mabel McLean, bei der US-Unternehmensberatung L2 für Amazon zuständig, hat die Effekte der Dash-Buttons in den USA untersucht: „Fünf der zehn Top-Haushaltsprodukte auf Amazon gehören zu Marken, die Teil des Dash-Programms sind“, sagt sie. Bei den Top 100 seien es immerhin noch 35 Prozent. „Das legt nahe, dass die Dash Buttons die Verkäufe für Marken ankurbeln.“ Dafür spreche auch, dass sich immer mehr Marken für das Dash-Programm interessieren.

Darunter Henkel. Das Düsseldorfer Unternehmen ist seit Ende Juni in den USA im Dash-Programm vertreten, unter anderen mit den Marken Persil und Schwarzkopf. Auf Anfrage erklärte eine Unternehmenssprecherin: „Bislang sind wir mit der Entwicklung zufrieden. Unsere Dash Buttons zählen in den USA zu den erfolgreichsten in ihren jeweiligen Kategorien.“ Genaue Absatzzahlen nannte sie nicht. Auch in Deutschland versucht sich Henkel mit den Bestellknöpfen.

Ob die Buttons sich durchsetzen werden? Trotz der guten Zahlen in den USA - auf dem Massenmarkt ist Dash noch nicht angekommen, sagt Marc Aufzug, Geschäftsführer von Factor-A, einem Unternehmen das Produzenten bei ihren Aktivitäten auf Amazon berät. Bis dato gebe es in den USA lediglich eine kleine Zahl von „Early Adoptern“, die sich an das neue Bestellmedium wagten. „Trotzdem ist der Knopf für Amazon schon jetzt ein sehr mächtiges Tool, vor allem was die Kundenbindung anbetrifft.“

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