Atlantia Hochtief-Rivale steigt bei Eurotunnel-Betreiber ein

Atlantia steigt beim Eurotunnel-Betreiber Getlink ein. Dabei befindet sich der Konzern mitten im Übernahmekampf mit Hochtief.

Atlantia: Hochtief-Rivale steigt bei Eurotunnel-Betreiber ein Quelle: Reuters

MailandMitten im Übernahmekampf mit Hochtief um den spanischen Mautautobahn-Betreiber Abertis bringt die italienische Atlantia gut eine Milliarde Euro zum Einstieg beim Eurotunnel-Betreiber Getlink auf. Atlantia übernehme für 1,056 Milliarden Euro einen Anteil von knapp 15,5 Prozent an Getlink, teilte Atlantia am Freitag mit. Atlantia werde damit größter Aktionär bei Getlink.

Altantia-Chef Giovanni Castellucci nannte den Einstieg eine „interessante finanzielle Möglichkeit“. Getlink betreibt den Tunnel zwischen England und dem europäischen Kontinent.

Der Atlantia-Konzern, der Mautstraßen und Flughäfen betreibt, hatte 2017 den Gewinn auf 1,4 (1,2) Milliarden Euro gesteigert. Auch Hochtief hatte im vergangenen Jahr die Erträge in die Höhe geschraubt.

Die beiden Konzerne buhlen um Abertis. Hochtief bietet rund 17,1 Milliarden Euro für die Spanier und wird dabei von seinem Mutterkonzern ACS unterstützt. Das Konkurrenz-Angebot Atlantias liegt Analysten zufolge auf vergleichbarer Basis bei rund 15,7 Milliarden Euro.

Insidern zufolge wollen die Italiener ihre Offerte aber noch aufstocken – falls die spanische Börsenaufsicht CNMV das Hochtief-Angebot billigt. Diese nimmt die Offerte des Essener Konzerns derzeit unter die Lupe. Auch Hochtief könnte seine Offerte aufpolieren, wenn Atlantia dies tue, hatten Insider gesagt.

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