Aufwind im zweiten Halbjahr Wirtschaftsflaute macht Paketdienst UPS zu schaffen

Die Wirtschaftsflaute in vielen Ländern bremst den Paketdienst UPS aus. Der Deutsche-Post-Rivale wies am Dienstag für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang von rund acht Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Dollar aus.

Die Logistik-Top-10 in Deutschland
Berlin: Die Konzern-Zentrale der Deutschen Bahn AG
Deutsche Post (inklusiv DHL),
Kühne + Nagel, Umsatz 2006:
Dachser, Umsatz 2006: 1,933
VW vor Jahrespressekonferenz
Rhenus, Umsatz 2006: 1,465
Deutscher Paket Dienst (DPD),
Panalpina, Umsatz 2006: 1,15
Fiege, Umsatz 2006: 1,15
Hermes, Umsatz 2006: 1,016

Knauserige Kunden und eine schwache Nachfrage im Frachtgeschäft machen US-Paketdienst UPS weiter zu schaffen. Im zweiten Quartal legte der Umsatz zwar um gut ein Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar zu, wie der Konkurrent der Deutschen Post DHL am Dienstag in Atlanta mitteilte. Der Überschuss ging jedoch um vier Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar zurück. Nach dem enttäuschenden Start in den Sommer hofft UPS aber noch in diesem Jahr auf spürbaren Aufwind. Erst kürzlich hatte UPS die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr zurückgenommen. Allerdings würde der Konzern auch mit der gesenkten Prognose noch zwischen drei und sieben Prozent mehr verdienen als im Vorjahr. Die Paketdienste profitieren von einem florierenden Online-Handel sowie firmeneigenen Sparprogrammen, mit denen sie Kosten drücken.

Dabei macht UPS ein Trend zu schaffen, den auch die Wettbewerber zu spüren bekommen: Viele Kunden weichen vor allem auf internationalen Strecken von teurer Luftfracht auf billigere Transportmöglichkeiten wie etwa den Wasserweg aus. Das drückt die Margen. UPS hatte deswegen erst kürzlich seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Die Branche gilt wegen ihrer weltweiten Zustellnetze als Konjunkturbarometer.

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Beim US-Rivalen Fedex lief es dagegen zuletzt besser: Das Unternehmen hatte seinen Quartalsgewinn stärker als erwartet steigern können. Allerdings leitete FedEx vor wenigen Wochen einen Sparkurs ein, bei dem auch Stellen gestrichen werden sollen. Im Unterschied zu FedEx besitzt UPS ein größeres Netzwerk auf dem Heimatmarkt Nordamerika. Daher ist UPS grundsätzlich in einer besseren Position als der sich mehr auf das internationale Luftfracht-Geschäft konzentrierende Rivale.

Man werde sich auf die Marktbedingungen und die Vorliebe der Kunden für langsamere und günstigere Versandarten einstellen, sagte Konzernchef Scott Davis.

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