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Ausblick verhalten Fraport macht 850,7 Millionen Euro Gewinn

Der Flughafenbetreiber Fraport konnte seinen Betriebsgewinn im letzten Jahr um sechs Prozent steigern. Auch das kommende Jahr sieht das Unternehmen positiv. Nur die Analysten hatten mehr erwartet.

Der Flugsteig A-Plus nimmt den Betrieb auf
Lange sah es am Frankfurter Flughafen so aus. Jetzt ist der Flugsteig A-Plus fertig und erweitert das Terminal 1 insgesamt um circa 800 Meter nach Westen und umfasst eine Gesamtfläche von über 185.400 Quadratmetern. Quelle: Pressebild
Der Flugsteig A-Plus verfügt über sieben Positionen für Großraumflugzeuge, davon vier für die A 380 und drei für die A 340-600. Quelle: Pressebild
Der Erweiterungsbau ist eine von vielen Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Flughafens Frankfurt, heißt es seitens des Flughafenbetreibers Fraport. Lufthansa-Chef Christoph Franz nannte den 560 Millionen Euro teuren Neubau überfällig. Zusammen mit der im Oktober 2011 eröffneten neuen Landebahn gelte auch für die umworbenen Transitpassagiere auf der Langstrecke wieder: „An Frankfurt, da kommt kein Mensch vorbei.“ Quelle: Pressebild
 Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, M) und Stefan Schulte (l), Vorstandsvorsitzender der Fraport-AG, schneiden zusammen mit Lufthansa-Chef Christoph Franz Quelle: dpa
People are pictured next to moving walkways at the newly built A-Plus terminal section at the Fraport airport during a guided media tour Quelle: REUTERS
An insgesamt acht Tagen im September 2012 haben über 2.000 Testpassagiere den neuen Flugsteig A-Plus auf Herz und Nieren geprüft. Getestet wurden Wegeführung, Sicherheits- und Passkontrollen und Boarding. Die Testpassagiere kamen aus allen Altersklassen und hatten sich vorab per Internet für den Probebetrieb angemeldet. Quelle: obs
Besucher spiegeln sich in einer Scheibe der Senator-Lounge der Lufthansa im neuen Flugsteig A-Plus Quelle: dpa

Der Flughafenbetreiber Fraport hat dank der Shoppinglust der Passagiere und guter Geschäfte der Auslandstöchter im vergangenen Jahr mehr verdient. Für das laufende Jahr blieb der Konzern aber vorsichtig: Wegen der unsicheren Konjunkturentwicklung, steigender Abschreibungen und Finanzierungskosten werde der Überschuss 2013 wohl unter dem Vorjahresniveau von 252 Millionen Euro liegen, teilte Fraport am Dienstag mit. Anleger zeigten sich enttäuscht - die Aktien fielen im frühen Handel um drei Prozent.

Die größten Flughäfen der Welt

Im vergangenen Jahr steigerte Fraport den Betriebsgewinn (Ebitda) um sechs Prozent auf 850,7 Millionen Euro, was im Rahmen der Analystenschätzungen lag. Für 2013 erwartet der Vorstand ein Ebitda zwischen rund 870 bis 890 Millionen Euro, was nach den Erwartungen der Analysten aber deutlich zu kurz springt - sie rechnen mit einem Ebitda von 910 Millionen Euro. Als "Wermutstropfen" bezeichnete Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research den Ausblick. "Beim Nettogewinn hatte der Markt bislang mit einem Anstieg gerechnet."

Cashcow Ladengeschäft

Im abgelaufenen Jahr erhielt der Betreiber des Frankfurter Flughafens Rückenwind vor allem durch die Eröffnung eines Terminalanbaus in im Herbst, mit dem die Ladenfläche deutlich stieg. Fraport verdient nicht nur an den Mieten, die die Geschäfte zahlen, sondern ist auch am Umsatz beteiligt. Jeder Passagier ließ 2012 im Schnitt 3,32 Euro in den Flughafenläden - im Jahr zuvor waren es noch 3,17 Euro gewesen.

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Das Ladengeschäft ist die Cashcow des Konzerns: Der operative Gewinn stieg 2012 in dieser Sparte um neun Prozent auf 334 Millionen Euro. Das ist mehr, als Fraport in seinem Kerngeschäft mit Gebühren für das Starten und Landen von Flugzeugen verdient: Der Gewinn aus diesem Geschäft summierte sich im abgelaufenen Jahr nämlich auf 200 Millionen Euro, ein Plus von sechs Prozent. Gut lief es auch bei den Auslands-Flughäfen, die ebenfalls mehr verdienten. Die Frankfurter sind an den Airports in der peruanischen Hauptstadt Lima, Antalya in der Türkei sowie zwei Airports in Bulgarien beteiligt. Insgesamt stieg der Konzern-Umsatz 2012 um drei Prozent auf 2,44 Milliarden Euro. Für das abgelaufene Jahr soll erneut eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie gezahlt werden.

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