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Auswertung des ADAC 2012 ist das teuerste Tankjahr aller Zeiten

Autofahrer haben in den vergangenen Monaten tief in die Tasche greifen müssen, um Benzin zu zahlen. Nun ist es amtlich. Nach Angaben des ADAC ist der Preis für Sprit 2012 noch höher ausgefallen als im Rekordjahr 2011.

In welchen Städten der Sprit am teuersten ist
Platz 20: Freiburg - 1,567 Euro für ein Liter Super (1,457 Euro für ein Liter Diesel) (Quelle: ADAC) Quelle: dpa
Platz 19: Nürnberg - 1,576 Euro für ein Liter Super (1,471 Euro für ein Liter Diesel) Quelle: dpa
Platz 18: Essen - 1,582 Euro für ein Liter Super (1,466 Euro für ein Liter Diesel) Quelle: dpa
Platz 17: Köln - 1,586 Euro für ein Liter Super (1,458 Euro für ein Liter Diesel) Quelle: dpa
Platz 16: Bielefeld- 1,587 Euro für ein Liter Super (1,472 Euro für ein Liter Diesel) Quelle: CC
Platz 15: Erfurt - 1,589 Euro für ein Liter Super (1,482 Euro für ein Liter Diesel) Quelle: dpa/dpaweb
Platz 14: Magdeburg - 1,589 Euro für ein Liter Super (1,471 Euro für ein Liter Diesel) Quelle: dpa

Die Novemberpreise an der Zapfsäule waren vergleichsweise günstig. Der Liter für Super E10 kostete 1,555 Euro, nach Angaben des ADAC etwa 4,7 Cent weniger als im Vormonat. Auch der Dieselpreis ging zurück, wenn auch der Rückgang klein war; der Liter lag im Schnitt bei 1,490 Euro; 1,7 Cent weniger als im Vormonat.

Wie sich der Benzinpreis zusammensetzt

Doch allen Preisrückgängen zum Trotz: 2012 wird das mit Abstand teuerste Tankjahr aller Zeiten, wie der Autoclub ADAC jetzt mitteilte.

In den vergangenen elf Monaten kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt nach Berechnungen des ADAC 1,604 Euro und damit satte 8,2 Cent mehr als im gesamten Vorjahr. Am teuersten war Tanken im Bundesdurchschnitt für die Fahrer von Benzinern am 23. November mit einem Tagesdurchschnittspreis von 1,580 Euro, für Diesel-Fahrer am 1. November mit 1,516 Euro.

Auch 2011 war schon ein Jahr, das es bei der Benzinpreisentwicklung in sich hatte. Diesel wurde ebenfalls kräftig teurer: Für einen Liter mussten Autofahrer zwischen Januar und November im Schnitt 1,481 Euro zahlen, 7 Cent mehr als 2011.

Verbraucher können selbst Sparmaßnahmen treffen

Das Jahr 2012 war gekennzeichnet von der Debatte über zu hohe Spritpreise. Das Bundeskartellamt hatte nach einer mehrjährigen Analyse zwar die hohen Preise der Mineralölkonzerne kritisiert, es konnte Shell, Aral und Co. jedoch keine Preisabsprachen nachweisen.

Clever tanken und sparen
Tankanzeige Quelle: dpa
Tipp 1: Autofahrer sollten vermeiden, während einer Reisewelle zu tanken. Wer etwa am ersten Tag der Sommerferien mit dem Auto in den Urlaub starten will, sollte den Tank bereits einige Tage vorher füllen. Quelle: dpa
Günstig Tanken Quelle: dpa
Zapfhahn Quelle: dpa
Adac Quelle: dpa
mehr-tanken.de
Stau Quelle: AP

Vor kurzem beschloss der Bundestag ein Gesetz, wonach die rund 14.000 Tankstellen in Deutschland künftig Preise aktuell an das Bundeskartellamt übermitteln müssen. Diese Daten sollen künftig in Echtzeit ins Internet gestellt und Verbrauchern per Smartphone-App zugänglich gemacht werden.

Gegen den Anstieg des Spritpreises im Allgemeinen werden sie jedoch wenig tun können. "Ursächlich für den Aufwärtstrend des Ölpreises waren fundamentale Marktfaktoren wie ein starker Nachfragezuwachs vor allem aus Schwellenländern wie China und Indien sowie der Wegfall libyscher Rohölexporte“, hieß es dazu in einer Fragestunde im Bundestag im Frühjahr 2012.

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