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Bilanz des Sommerreisegeschäfts "Es fehlt der Umsatz aus der Türkei"

Die Hoffnung war groß bei Reisebüros und Veranstaltern: Nach dem schwierigen Jahr 2015/2016 sollte wieder Schwung in das Geschäft kommen. Ungetrübt ist das Bild zum Ende der Sommersaison jedoch nicht.

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Das Sommerreisegeschäft hat im Jahr 2017 wieder angezogen. Quelle: dpa

Besser, aber noch kein Boom: Das Geschäft der erfolgsverwöhnten Tourismusindustrie mit den schönsten Wochen des Jahres zieht wieder an. Schrammen hinterlässt zum Ende der wichtigen Sommersaison allerdings erneut die Entwicklung in der Türkei. „Es fehlt weiter ein Großteil des Umsatzes für Reisen in die Türkei, der nicht völlig durch die Nachfrage nach Mittelmeerländern wie Spanien und Griechenland kompensiert werden konnte“, sagt ein Sprecher des Reiseverbandes DRV.

Der Umsatz in klassischen Reisebüros, über Online-Buchungen bei Veranstaltern und bei Pauschalreiseportalen liegt nach einer aktuellen GfK-Auswertung per Ende September 3 Prozent über dem schwachen Vorjahreszeitraum. Nach jetzigem Stand würde das Gesamtjahr nach den Berechnungen mit einem Plus von 2 Prozent abschließen. Der letzte verbleibende Buchungsmonat Oktober wird den Konsumforschern zufolge das Endergebnis nicht maßgeblich verändern. Im Vorjahr stand insgesamt ein Minus von 5 Prozent zu Buche. Im Boomjahr 2014/2015 hatte die Branche dagegen ein Umsatzplus von 5 Prozent erzielt.

„Das Türkeigeschäft bricht weiter ein mit erneut zweistelligen Umsatzrückgängen. Die Einbußen können wegen des großen Volumens des türkischen Marktes nicht vollständig durch andere Urlaubsziele aufgefangen werden“, erläutert GfK-Expertin Dörte Nordbeck.

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Nach Anschlägen und dem gescheiterten Militärputsch hatten sich Urlauber aus Deutschland bereits 2016 mit Trips in das Land am Bosporus zurückgehalten. Knapp 4 Millionen Bundesbürger reisten in die Türkei, 2015 waren es noch fast 5,6 Millionen gewesen.

In diesem Jahr brach die Nachfrage weiter ein - die Branche spricht von einem insgesamt zweistelligen Minus, auch wenn das Interesse Kurzentschlossener im Sommer anzog. Vor allem politische Spannungen zwischen Berlin und Ankara belasteten das Klima. Deutschland wirft der türkischen Führung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan unter anderem willkürliche Verhaftungen deutscher Staatsbürger und andere Rechtsstaatsverstöße vor.

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Unangefochtener Spitzenreiter bei den Urlaubszielen ist weiterhin Spanien. Griechenland profitiert kräftig von der Verschiebung der Reiseströme. So stieg Hellas beispielsweise bei den Veranstaltern der Alltours Gruppe nach ersten Hochrechnungen mit einem Buchungsplus von 30 Prozent im Gesamtjahr zum zweitgrößten Ziel auf. Insgesamt rechnet Alltours 2016/2017 mit einem Umsatzplus von 4,6 Prozent.

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