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Billig-Hotels Ikeas erstes Hotel bisher nur in der Phantasie

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Schwieriges Segment

Die zehn umsatzstärksten Möbelhäuser
Platz 10: Schaffrath
Platz 9: Otto Quelle: dpa
Platz 8: Dänisches Bettenlager Quelle: dpa
Platz 7: Segmüller Quelle: dpa
Platz 6: Poco-Domäne Quelle: Presse
Platz 5: Roller / Tejo (Tessner-Gruppe) Quelle: dpa
Platz 5: Porta Quelle: dpa

Last-but-least: Die angeblich von Ikea entdeckte Marktlücke ist zumindest hier in Deutschland mit Motel One, Accor ibis und etlichen anderen Markenhotels ziemlich gut besetzt – von den vielen Marken-ungebundenen Herbergen vom Typ Hotel zur Post mal ganz abgesehen. „Eine Lücke sehe ich eher in der 1- oder 2-Sterne-Kategorie“, so Gerhard. Dieses Hostel-Segment gilt allerdings als schwierig: Für Innenstadtlagen reichen in aller Regel die erzielbaren Preise nicht aus, damit ein lukratives Geschäft aus so einem Plan werden könnte. Obendrein hat das in Deutschland ohnehin vergleichsweise niedrige Preisniveau in der Hotellerie hat dazu geführt, dass auch in der niedrigsten Kategorie bestimmte Komfortstandards nicht unterschritten werden dürfen, will man seine potenziellen Gäste nicht vergraulen.

Accor hat das mit seinen hierzulande erfolglosen Etap-Hotels erfahren müssen: Anders als etwa im Accor-Heimatmarkt Frankreich sind deutsche Billig-Gäste nicht bereit, Dusche und Klo mit anderen zu teilen. Würde Ikea sich mit seinem Konzept auf Zimmer mit Bett und Waschgelegenheit beschränken, wie gerüchteweise schon zu hören war, wäre das von vornherein ein Riesenhandicap.

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Noch viele Fragen

Bei Hotels mit kleinen Komplettzimmern sähe die Sache schon anders aus – wenn die Schweden sich kompetente Partner als Betreiber suchen würden. Sollte sich Ikea für das Hostel-Segment entscheiden, gäbe es  erfahrene Betreiber. A&O Hostels hat eine mittlerweile eingeführte Marke in diesem Segment und ist mit elf Standorten in Deutschland, zwei in Österreich und einem in der Tschechei der größte Betreiber in der Hostel-Kategorie, Meininger ist zwar weniger bekannt, mit Häusern in neun Städten aber ebenfalls erfahren. In Frage käme auch noch die Hamburger Superbude. Die besetzt zwar bisher erst zwei Standorte, trifft mit ihrem stylischen Design aber am besten den Zeitgeist und wäre so gesehen der ideale Partner für die Billy-Schweden.

Fazit: Bevor das erste Ikea-Hotel zwischen Flensburg und Passau seine Pforten öffnet und den etablierten Betreibern Konkurrenz macht, sind noch viele Fragen zu klären und darum wird wohl noch einige Zeit bis dahin vergehen. Ein anderer Newcomer ist da schon wesentlich weiter: Das Reiseportal Travel24, Teil der Online-Gruppe Unister und erst jüngst wieder wegen einiger Verstöße gegen geltendes Wettbewerbsrecht in die Schlagzeilen geraten, will demnächst selbst eine neue Billig-Hotelkette aufziehen. Die Marke Travel24 ist bekannt, auch genug Geld ist in der Kasse. Die Mutter Unister hat gerade gut 40 Prozent des Reiseportals an die Frankfurter Privatbank Metzler und die Loet Trading AG aus der Schweiz verkauft. Mit dem Geld soll der Aufbau der Hotelkette finanziert werden: „Das könnte klappen“, glaubt Gerhard.

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