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Billigairline in der Krise Ryanair schließt Krisenvereinbarung mit deutschen Flugbegleitern

Ryanair berichtete von moderaten Lohnkürzungen und dem Erhalt deutscher Arbeitsplätze. Quelle: CLODAGH KILCOYNE

Die Billigairline Ryanair konnte sich mit den in Deutschland beschäftigten Flugbegleitern auf Lohnkürzungen einigen. Das teilte das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi mit. So sollen Arbeitsplätze erhalten bleiben.

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Der Billigflieger Ryanair hat sich nach der Einigung mit seinen deutschen Piloten auch mit den hiesigen Flugbegleitern auf Lohnkürzungen wegen der Coronakrise verständigt. Dies teilten das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch mit. Ryanair berichtete von moderaten Lohnkürzungen und dem Erhalt deutscher Arbeitsplätze. Verdi-Vertreterin Susana Pereira Ventura sprach von einer sehr schwierigen Entscheidung für die Beschäftigten. Sie hätten dem Verhandlungsergebnis in einer Mitgliederbefragung aber mehrheitlich zugestimmt.

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Abgeschlossen wurde die Vereinbarung zwischen Verdi und der Ryanair-Tochter Malta Air, bei der die in Deutschland stationierten Flugbegleiter und Piloten angestellt sind. Die Einigung umfasst laut Verdi einen Ausschluss betriebsbedingter Änderungs- und Beendigungskündigungen für die Dauer der Kurzarbeit.

Im Gegenzug verzichten die rund 500 Kabinenbeschäftigten zunächst auf die für die nächste Zeit eigentlich geplanten vereinbarten Tariferhöhungen, wie ein Verdi-Sprecher erklärte. Zudem hätten sich beide Seiten auf eine Verlängerung des Sozialplans über die Krise hinaus verständigt. Wie lange die Vereinbarung genau laufen soll, blieb offen - genauso wie die Frage nach staatlicher Unterstützung.

So forderte Malta Air die zuständige Kölner Arbeitsagentur und die Bundesregierung erneut auf, den Angestellten von Malta Air Kurzarbeitergeld zu bezahlen. Die Auseinandersetzung läuft bereits seit dem Sommer. Strittig ist dabei die Frage, ob Malta Air in Deutschland tatsächlich einen Geschäftsbetrieb hat.

Mehr zum Thema: Die Coronakrise stellt die Rangfolge der größten Flughäfen auf den Kopf. Statt westlicher Metropolen wie London haben nun Airports aus der Türkei und Russland die meisten Passagiere.

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