Billigflieger Ryanair verdient durch besseren Service 50 Millionen Euro mehr

Exklusiv

Seine neue Serviceinitiative beschert Europas größtem Billigflieger Ryanair schon im ersten Jahr einen zusätzlichen Gewinn von voraussichtlich mehr als 50 Millionen Euro.

Die berühmten Sprüche des Ryanair-Chefs
"Jeder Idiot, der irgendwo rausgeschmissen wird, taucht wieder als Berater auf. Ich habe bislang noch jeden erschossen, der in mein Büro gekommen ist." Quelle: REUTERS
"Das Problem mit den Fluglinien-Managern ist doch, dass sie kein Rückgrat haben und sich an ihre Erzfeinde in der Umweltbewegung ranwanzen, statt sie Lügner zu nennen, wie sie es verdienen." Quelle: REUTERS
"Unsere Umsatzrendite von 25 Prozent ist nicht gut, sondern obszön in dieser Branche. Verglichen mit dem Rest sind wir keine Fluglinie, sondern Drogenhändler." Quelle: REUTERS
„Wenn ich abtrete wird sicher unser Marketing-Etat wachsen, weil wir ohne meine Sprüche weniger Aufmerksamkeit bekommen - aber das sparen wir dann an Gerichtskosten, weil uns dann weniger Leute wegen meiner Sprüche verklagen.“ Quelle: REUTERS
„Heute müssen Unternehmen-Chefs sagen, Unsere Beschäftigten sind unser wichtigstes Asset. Was ein Schwachsinn. Die Beschäftigten sind unser größter Kostenblock und viele sind so faul, dass wir sie ständig in den Hintern treten müssen. Das denkt eigentlich jeder Chef, aber keiner will es zugeben.“ Quelle: dpa
„40 Euro wenn wie eine Bordkarte neu ausdrucken, weil jemand sein vergessen oder verloren hat sind nicht zu viel. Eigentlich müssten wir für so viel Blödheit mindestens 60 Euro verlangen.“ Quelle: dpa
"Umweltschützer ärgern wir wo immer wir können. Eigentlich müsste man die erschießen, denn sie wollen fliegen so teuer machen, dass es wieder ein Privileg für die Reichen wird." Quelle: dpa

„Seit wir nett geworden sind, haben unsere Flieger eine bis zu drei Prozent höhere Auslastung“, sagte Ryanair-Chef Michael O’Leary der WirtschaftsWoche. Zwar will er offiziell nicht beziffern, was die neuen Dienstleistungen wie ein zweites kostenloses Handgepäckstück oder die fest zugewiesenen Sitzplätze bringen. Aber aus Sicht von Branchenkennern ist der Effekt der scheinbar kleinen Veränderung gewaltig.
O’Learys Angaben bedeuten, dass Ryanair rund 2,5 Millionen Passagiere zusätzlich befördert und bei einem Ticketpreis von rund 40 Euro einen Mehrumsatz von gut 100 Millionen Euro im Jahr erzielt. Da die Mehrausgaben für die Extras sogar inklusive der höheren Marketingausgaben laut Schätzungen nur etwa die Hälfte davon kosten, dürfte der irische Flugdiscounter unter dem Strich einen zusätzlichen Gewinn von mindestens 50 Millionen Euro einstreichen.

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