Börsenfusion Die EU-Zugeständnisse dürften kaum reichen

Deutsche Börse und Nyse Euronext haben EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia einen ersten Brocken zugeworfen.

Logo der NYSE Euronext und der Deutschen Börse Quelle: dapd

Die beiden Börsen werden sich von den sich überschneidenden Teilen ihres Geschäfts mit Aktienderivaten (das sind Papiere, mit denen man auf die Kursentwicklung einzelner Aktien wetten kann, zum Beispiel Optionen)trennen. Die Nyse-Tochter Liffe wird ihr Geschäft mit Derivaten auf Dax-Werte abgeben, die Deutsche Börse ihr Geschäft mit Aktienderivaten auf britische, niederländische, portugiesische und französische Aktien.  

Der Grund: Die Brüsseler Kommission fürchtet, dass die beiden Terminbörsen der Partner, Eurex und  Liffe, künftig ein Monopol im europäischen Derivatehandel  haben werden. Bevor die Wettbewerbshüter die Fusion genehmigen, wollen sie diese Bedenken zerstreut sehen.   

Allzu groß ist die angebotene Opfergabe nicht – die beiden Terminbörsen verzichten auf geschätzt weniger als fünf Prozent ihres Geschäfts. Vermutlich hätten sie es, um  Kosten zu sparen – beide haben ihren Aktionären gigantische  Synergien versprochen – ohnehin bereinigt. Im Bereich, der Almunias Leute viel mehr interessiert, bei den Derivaten auf Zinsen und Aktienindizes, machen sie noch kleinere Zugeständnisse. Offenbar in letzter Minute wurde das Versprechen in das nach Brüssel gesendete Papier eingefügt, man werde anderen Marktteilnehmern ermöglichen, auf der Plattform Eurex Clearing die Verrechnung (Clearing) von Derivategeschäften anzubieten.

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