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Borussia Dortmund Geld von Puma für Champions-League-Reform

Borussia Dortmund und Puma arbeiten weiter zusammen. Zukünftig kassiert der Bundesligist 31 Millionen Euro pro Jahr. Quelle: imago images

Der BVB macht sich für die Zukunft fit. Eine für 2024 geplante Champions-League-Reform könnte dem Verein höhere Einnahmen bringen. Die Rekordsumme, die Sportartikel-Hersteller Puma bis 2028 zahlen will, hilft dabei.

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Der Fußball-Bundesligist kassiert künftig rund 31 Millionen Euro pro Jahr für den Vertrag mit Ausrüster Puma, der bis 2028 laufen soll. Der BVB und Puma bestätigten den von Kicker und Bild-Zeitung zuerst veröffentlichten Deal. „Borussia Dortmund ist einer unserer wichtigsten Partner“, sagte Puma-Chef Bjørn Gulden. „Wir lieben die Fans dieses Vereins und die Stimmung, die sie im Signal Iduna Park erzeugen.“ Während die Aktien von Puma um ein Prozent fielen, gehörte die BVB-Aktie zu den Gewinnern im Aktienindex SDax mit einem Plus von 0,7 Prozent.

Dass der Verein, der eigentlich keine Geldprobleme hat, seine Kassen auffüllen muss, hat einen einfachen Grund: Der Modus der Uefa Champions League, des bedeutendsten europäischen Klubwettbewerbs, wird reformiert. Die Änderungen sollen von der Saison 2024/25 an gelten. Gerade große Klubs wie Bayern München, Real Madrid oder Juventus Turin sollen auf eine Reform drängen, die ihnen höhere und besser planbare Einnahmen ermöglicht. Dafür haben Klub-Vertreter laut „Der Spiegel“, der sich auf Football-Leaks-Dokumente stützt, gedroht, Uefa-Wettbewerbe ganz zu verlassen und einen eigenen Pokal auszuspielen.

Der Europäische Fußballverband gibt diesem Druck offenbar nach: Die Nachrichtenagentur Associated Press zitierte im Mai aus internen Dokumenten, wonach in der Champions League von 2024 an mehr Spiele stattfinden sollen und sich kaum noch Teams über die nationalen Ligen qualifizieren können. Vereine, die einmal in der Champions League dabei sind, blieben also auch mit größerer Wahrscheinlichkeit dabei. Noch werden diese Reformpläne heiß diskutiert, offiziell verkündet ist nichts.

Um keine Zeit zu verlieren und sich zum Startschuss der Änderungen eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, wollen sich Vereine wie die Borussen rüsten. Will man sich dauerhaft im Kreis der großen Vereine halten, muss Borussia Dortmund jetzt durchgehend top sein. Spielereinkäufe, ein gewinnbringendes Merchandising-Geschäft, um die Marke auch im Ausland bekannter zu machen, all das verschlingt zunächst einmal viel Geld, wofür die Dortmunder den Kapitalmarkt offenbar nicht anzapfen können, obwohl sich das Management im Sommer sehr umtriebig bei Investoren in Übersee und Europa präsentiert hatte.

Ob sich der Aufwand von Puma lohnt und die Gelder gut eingesetzt sind? Mit dem perfekten Start in die Bundesliga-Saison und Platz eins in der Bundesliga-Tabelle nach dem zweiten Spieltag sah es im Sommer sportlich gut aus, inzwischen aber auf Platz sechs empfiehlt sich die Borussia nicht unbedingt für höhere Ambitionen in der Champions League. Ende August lag der Kurs der BVB-Aktie zudem mit über neun Euro deutlich höher, derzeit sind es nur 8,38 Euro. Jetzt kommt es darauf an, dass das BVB-Management die Gelder gut investiert.

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