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BrandIndex

Starbucks erobert das Bankgeschäft

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Bezahl-Apps in Deutschland

Skurrile Fakten über Starbucks
Starbucks wird zur Bar: In den USA gibt es in den Filialen der Kaffeekette künftig auch Bier und Wein sowie kleine Speisen. Das Angebot gelte für die Abendstunden und solle den Umsatz ankurbeln, sagte Starbucks-Finanzchef Troy Alstead. Für Europa und Deutschland lägen momentan keine konkreten Planungen in dieser Hinsicht vor. Bereits 2010 hatte Starbucks erstmals in einer Filiale in Seattle Alkohol verkauft und das Angebot später auch in Chicago, Atlanta und Südkalifornien getestet. Quelle: dpa
1. Starbucks hat sich seit seiner Gründung 1971 zu einem „global player“ gewandelt. Allein in den vergangenen 27 Jahren hat der US-Konzern täglich im Durchschnitt zwei neue Filialen eröffnet. Quelle: businessinsider Quelle: dapd
2) Die meisten Starbucks-Läden gibt es nicht etwa in der Heimatstadt Seattle, sondern in Santa Fe Springs, in Kalifornien – unweit von Los Angeles. In der 16.000-Einwohner-Stadt tummeln sich unglaubliche 560 Filialen in einem Radius von 40 Kilometern. Quelle: Presse
3. Zwar kann man den Kaffee auch im Porzellanbecher trinken, die meisten Gäste aber bestellen ihr Heißgetränk zum Mitnehmen. Starbucks verbraucht im Jahr rund vier Milliarden Pappbecher. Quelle: REUTERS
4. Es gibt eine ganze Reihe von Stammkunden. Die loyalsten 20 Prozent der Gesamtkundschaft kauft sich wenigstens 16 Mal pro Monat einen Kaffee bei Starbucks. Quelle: REUTERS
5. Ein Kaffee „grande“ enthält 330 Milligramm Koffein, mehr als vier Mal so viel wie eine Dose des Energydrinks von Red Bull. Quelle: REUTERS
6. Trotz der großen Menge an Kaffee, die umgesetzt werden: Der Konzern gab 2013 mehr für die Krankenkassenbeiträge der Beschäftigten aus, als für den Kauf von Kaffeebohnen. Quelle: Presse

Natürlich sind die Kräfte- und Imageverhältnisse in Deutschland anders. Öfter als bei Starbucks mögen Kunden etwa bei Edeka oder Netto einkaufen – und bezahlen. Die beiden Supermärkte setzen wie die amerikanische Kette auf eigene Bezahl-Apps anstatt auf Mobile-Payment-Angebote von Banken zu warten, die eines Tages das Bezahlen mit dem Handy statt mit Kleingeld oder Karte ermöglichen sollen. Edekas Image liegt im BrandIndex derzeit bei +37 Punkten, Netto erreicht +15 Punkte, der Bankensektor erreicht im Durchschnitt +11 Punkte. Die bestangesehene Bank, die ING-Diba, ist mit +28 Punkten zwischen Netto und Edeka angesiedelt.

Vertrauen vs. Komfort

Selbstverständlich bewerten die Verbraucher, die von YouGov täglich für den BrandIndex befragt werden, Supermärkte und Banken nach unterschiedlichen Gesichtspunkten und vor dem Hintergrund anderer Erwartungen. Doch die Banken scheinen die Gefahr, mit modernen, aber unausgereiften Bezahl-Lösungen Vertrauen zu verspielen, als zu hoch einzuschätzen. Ihr Image ist ohnehin nicht das Beste – was gibt es zu verlieren? Für Händler liegt die Hürde allerdings noch niedriger: Das Vertrauen, das Kunden ihnen schenken, ist an die Produkte geknüpft, die sie dort kaufen, nicht an sichere Bezahlverfahren. Ein Kunde, der viel von Edeka-Lebensmitteln hält, dürfte auch der hauseigenen Bezahl-App mit großem Anfangsvertrauen begegnen.

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Und was ist mit dem persönlichen Kontakt zum Bankberater beziehungsweise Barista oder Einzelhandelskaufmann? Im BrandIndex wird auch das Image von Unternehmen als Arbeitgeber erhoben – aus Sicht der Verbraucher. Daraus lässt sich durchaus ableiten, wie Angestellte auf ihre Kunden wirken.

Auch in dieser Kategorie liegt Starbucks vor dem amerikanischen und Edeka vor dem deutschen Bankensektor. Vielleicht liegt es also auch an der Ausstrahlung der Angestellten, dass wir lieber in einen Kaffee- oder Lebensmittelladen als in eine Bank gehen.

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