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BrandIndex

Visa, Mastercard und Paypal werden mobil

Holger Geißler
Holger Geißler Psychologe, Werbepsychologe

Systeme, die es Kunden ermöglichen mit dem Handy zu bezahlen, stehen noch ganz am Anfang. Die beliebten Marken Visa, Mastercard, Paypal und Google dürften einen Vorsprung wegen ihrer Markenstärke haben.

Das Smartphone als Einkaufsbegleiter
Wo das Smartphone beim Einkauf zum Einsatz kommtVirtueller SupermarktDie Schweizer Handelskette Coop betreibt in Zürich den ersten virtuellen Supermarkt. Passanten können im Vorbeigehen auf der bunten Plakatwand das gewünschte Produkt via Smartphone einscannen und bezahlen, und erhalten den Einkauf wenige Stunden später nach Hause geliefert. Quelle: Pressebild
Produkt-ScannerDas Berliner Startup Barcoo hat eine gleichnamige App veröffentlicht, die dem Benutzer, neben den gängigen Packungsangaben, zusätzliche Informationen zu Produkten liefert. Scannt der Benutzen den Barcode eines Artikels ein, gibt die App Auskunft über Testberichte, CO²-Bilanzen, Allergenen sowie Herkunft der Inhaltsstoffe, und findet dank Preisvergleich zudem den günstigsten Anbieter. Quelle: Pressebild
Drive-in-EinkaufIn einem Real-Markt in Köln-Porz entfällt künftig auch das Schleppen der Einkäufe. Die gewünschten Produkte werden per Smartphone eingescannt, anschließend wird der Einkauf bequem an einem Drive-In-Schalter bezahlt. Supermarkt-Helfer bringen daraufhin den Einkauf bis ans Auto. Quelle: Pressebild
Mobile BestellungBei der US-Imbisskette The Melt entfällt künftig das Warten an der Theke. Per App lässt sich das gewünschte Mittagessen vorbestellen und bezahlen, der Kunde braucht es anschließend nur noch im Lokal abzuholen.
Virtueller KleidertauschMit der App der Modekette Debenhams kann man sich den Gang in die Umkleidekabine sparen. Das Sortiment des Geschäfts lässt sich bequem auf dem Smartphone oder Tablet durchstöbern - und sogar anprobieren. Quelle: Pressebild
Der AufbauhelferKünftig hilft das Smartphone auch bei der Montage von Möbeln. Wirft die handelsübliche Bauanleitung eines Möbelstücks mehr Fragen auf , als sie klärt, reicht ein kurzes Berühren des Papiers mit dem Handy, und ein Montagevideo wird abgespielt. Quelle: Pressebild

Seit mehr als zehn Jahren werden in und für Deutschland Möglichkeiten entwickelt, nicht mehr mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte bezahlen zu müssen. Durchgesetzt hat sich bisher noch nichts. Doch seit Smartphones weit verbreitet sind, steigen die Chancen, dass es in Deutschland demnächst ein verbreitetes System fürs Mobile Payment gibt. Genauer müsste man sagen: Für das kontaktlose Bezahlen per Handy. Moderne Smartphones der Oberklasse bringen alle technischen Voraussetzungen mit, den digitalen Geldtransfer zwischen Kunde und Verkäufer in einem lokalen Geschäft zu realisieren.

Sicherheitsbedenken gegenüber mobilem Bezahlen

Vom bargeldlosen Bezahlen mit dem Smartphone wird in Deutschland bisher nur selten Gebrauch gemacht, hat die Studie „Smartphone Mobile Internet eXperience“ von YouGov gezeigt. Mobile Payment ist zwar bereits zwei von fünf Smartphone-Nutzern ein Begriff, jedoch haben nur wenige bereits eigene Erfahrungen damit gemacht. Ein Grund sind Sicherheitsbedenken der Smartphone-Nutzer. Auch viele neue Anbieter haben sich auf diesem attraktiv scheinenden Markt bereits in Stellung gebracht.

Auch im Hinblick auf das kontaktlose Bezahlen mit Kredit- oder Bankkarte haben die Verbraucher derzeit noch Sicherheitsbedenken, wie der YouGov Kundenmonitor Banken zeigt. Das Verfahren an sich ist einfach: Die Karten müssen nur in die Nähe eines Lesegeräts gehalten werden. Erst ab 25 Euro sind weiterhin Unterschrift oder PIN-Eingabe nötig.

Visa kooperiert mit Image-Sieger

Aufgrund der Sicherheitsbedenken der Verbraucher werden es Anbieter wesentlich leichter haben, deren Marken die deutschen Konsumenten bereits jetzt ihr Vertrauen schenken. Dazu zählen etwa die Kreditkarten-Marken Visa und Mastercard. Im YouGov-Markenmonitor BrandIndex ist für diese beiden Marken seit Aufnahme in den Index ein sehr solides Image jenseits der +60 Imagepunkte zu verzeichnen. Visa erreicht zurzeit +68, Mastercard +63 Punkte. Viele Banken – aber auch der Konkurrent American Express - sind deutlich weniger beliebt.

Von Visa ist außerdem bekannt, dass das Unternehmen mit Samsung kooperiert, um ein kontaktloses, kartenloses Bezahlsystem zu entwickeln. Das demnächst erscheinende Smartphone Galaxy S4 verfügt über den benötigten NFC-Funk-Chip (NFC: Near Field Communication) und soll mit dem Visa-System ausgestattet sein. Die Kooperation könnte aus Marken-Sicht funktionieren: Samsung ist derzeit mit +87 Punkten die beliebteste Marke unter den großen Smartphone-Herstellern.

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