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Coronavirus Diese Animation zeigt, wie der Flugverkehr in Frankfurt einbricht

Fluglotsen am Flughafen Frankfurt. Zurzeit haben sie deutlich weniger zu tun als sonst Quelle: dpa

Der Flughafen Frankfurt ist massiv betroffen von den Reiseverboten, die das Coronavirus bremsen sollen. Das spürt inzwischen auch die Deutsche Flugsicherung, die deutlich weniger Flüge lotsen muss.

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Normalerweise haben die Fluglotsen am Frankfurter Flughafen jede Menge zu tun, um am Himmel nicht den Überblick zu verlieren. Seit einigen Tagen ist das anders: Aufgrund zahlreicher Reiseverbote ist die Zahl der Starts und Landungen in Frankfurt dramatisch eingebrochen. Das machen Aufzeichnungen des Flugüberwachungsdienstes Flightradar24 sichtbar (siehe Video).

Schon in der Woche vom 9. bis 15. März verzeichnete die Deutsche Flugsicherung (DFS) ihrem wöchentlichen Bericht zufolge 28 Prozent weniger Starts und Landungen. Dabei waren in diesem Zeitraum viele Reiseverbote noch gar nicht in Kraft getreten.

Während am Tage die Zahl der Flüge abnehme, steige sie in der Nacht, sagt eine Sprecherin der DFS. Denn viele Passagierflüge befördern stets auch ein wenig Luftfracht. Diese Fracht muss nun mit Frachtmaschinen transportiert werden, die meistens nachts starten und landen.

Wenig los in Frankfurt

Zurücklehnen können sich die Fluglotsen trotz des geringen Verkehrs aber nicht. Die DFS könne sie nicht einfach nach Hause schicken, erläutert die Sprecherin, weil sie wie Piloten eine bestimmte Zahl Stunden arbeiten müssen, um ihre Lizenzen behalten zu können.

Wohl auch deswegen ist Kurzarbeit derzeit kein Thema. Dabei kann auch bei der komplett zum Bund gehörenden GmbH bald das Geld knapp werden. Finanziert sie sich doch aus Gebühreneinnahmen von den Airlines. Diese zahlen für Start, Landung und Überflug. Finden die nicht statt, fließt auch kein Geld.

So wird auch hier der Staat über kurz oder lang einspringen müssen. Schließlich kann der Himmel über Deutschland nicht unüberwacht bleiben.

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