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Coronavirus Konzertveranstalter Eventim und DEAG halten an Großevents fest

Gesundheitsminister Jens Spahn empfiehlt, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Große Konzerte und Festivals sind aber noch nicht gefährdet.

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Coronavirus: Eventim und DEAG halten an Großveranstaltungen fest Quelle: dpa

Die großen Konzertveranstalter CTS Eventim und Deutsche Entertainment (DEAG) sehen sich von der Empfehlung der Bundesregierung zur Absage von Großveranstaltungen bisher nicht betroffen. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus erklärte CTS Eventim am Montag, ein Großteil der von dem Konzern organisierten Konzerte und Festivals sei erst im Sommer und im weiteren Verlauf der zweiten Jahreshälfte geplant. „Auf der Grundlage der aktuellen Situation gibt es keinen Grund zur Annahme, dass die großen Festivals im Sommer unter freiem Himmel nicht stattfinden werden“, sagte ein Sprecher.

Neben eigenen Events wie die Festivals „Rock im Park“ oder „Hurricane“ mit zuletzt jeweils rund 70.000 Besuchern vermarktet der MDax-Konzern auch Tickets für Veranstaltungen etlicher anderer Anbieter. „Großveranstaltungen sind zum Teil versichert, bei kleineren Events ist das häufig nicht der Fall“, erklärte ein Unternehmenssprecher. „Von einer Absage sind in erster Linie die Veranstalter betroffen.“

Der Konkurrent DEAG ist nach eigenen Angaben „vollumfänglich versichert“, falls Events abgesagt werden müssen. Die DEAG hat unter anderem die Rockband „Deep Purple“ und die „Toten Hosen“ im Programm. Bis auf Weiteres fänden aber alle Veranstaltungen planmäßig statt, unabhängig von der Teilnehmerzahl.

CTS Eventim erklärte, die Ausbreitung des Coronavirus wirke sich bisher nur vereinzelt auf das weltweite Geschäft aus. So würden in Italien und in der Schweiz Veranstaltungen verschoben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Nach Angaben von CTS Eventim entscheiden die lokalen Gesundheitsbehörden zusammen mit den Saalvermietern darüber, wie sie die Vorgaben der Bundesregierung umsetzen.

Die letzte Entscheidung liege bei den verantwortlichen Behörden, erklärte die DEAG. Allgemein wird erwartet, dass durch Absagen vor allem kleinere Betriebe in Bedrängnis geraten.

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