Deutsche Bahn Bahn erhöht Preise im Fernverkehr um 1,3 Prozent

Reisen in IC und ICE wird teurer: Die Deutsche Bahn erhöht die Preise im Fernverkehr am 11. Dezember um durchschnittlich 1,3 Prozent.

Deutsche Bahn: Der neue ICE 4 bei der feierlichen Präsentation im September. Die Fahrten in IC und ICE werden Ende des Jahres teurer. Quelle: dpa

Erstmals seit drei Jahren müssen Kunden der Deutschen Bahn wieder deutlich mehr für Reisen im Fernverkehr ausgeben. Die entsprechenden Tarife in den IC und ICE steigen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember durchschnittlich um 1,3 Prozent, wie der bundeseigene Konzern am Freitag in Berlin mitteilte.

Die Preise für die Bahncard 25 und die Bahncard 50 bleiben für Privatkunden dagegen unverändert. Die Flexpreise - früher Normalpreise - ohne Zugbindung sollen um 1,9 Prozent zulegen. Streckenzeitkarten werden um 3,9 Prozent teurer.

Erstmals führt die Bahn für den Flexpreis unterschiedliche Tarife an bestimmten Wochenenden ein, zum Beispiel an Pfingsten. Dann kostet etwa die Bahnfahrt Frankfurt-München generell 103 Euro, am reisestarken Freitag 106 Euro, am folgenden Sonntag 100 Euro. Diese Neuerung wird von Januar bis Dezember 2017 getestet. Die Bahn will erreichen, dass sich Reisende gleichmäßiger auf die Züge verteilen.

So sieht der neue ICE 4 aus
Der neue Hoffnungsträger: Der ICE 4 im ICE-Werk Rummelsburg in Berlin. Ab Spätherbst fährt er von Hamburg nach München. Quelle: Christian Schlesiger für WirtschaftsWoche
Der ICE 4 ist vorne breiter als etwa der Vorgänger ICE 3. Quelle: Christian Schlesiger für WirtschaftsWoche
Größere Piktogramme im Einstiegsbereich zeigen, wie der Wagen genutzt werden soll. Hier sind Handys verboten. Quelle: Christian Schlesiger für WirtschaftsWoche
In der ersten Klasse gibt es Leselampen am Platz. Quelle: Christian Schlesiger für WirtschaftsWoche
Für die Bahn sind die Sitze eine echte Innovation. Quelle: Christian Schlesiger für WirtschaftsWoche
Die Anzeigen in den Großraumwagen sind nicht neu, aber sie sind jetzt besser. Quelle: Christian Schlesiger für WirtschaftsWoche
Der Spender für das Desinfektionsmittel ist jetzt fester Bestandteil der Armaturen. Quelle: Christian Schlesiger für WirtschaftsWoche

Die Bahn hatte sich in den vergangenen Jahren mit Preiserhöhungen im Fernverkehr deutlich zurückgehalten. Grund war vor allem die starke Konkurrenz durch Billigflieger und Fernbusse. Die Bahn selbst hatte erst vor zwei Wochen angekündigt, ihr eigenes Fernbus-Geschäft zum Jahresende weitgehend einzustellen. Bohle sprach von einem weiterhin sehr schwierigen Marktumfeld, verwies zugleich aber auf anstehende Investitionen der Bahn, etwa in neue Züge und in die Modernisierung der Bestandsflotte. Bis 2030 investiere der Fernverkehr der Bahn zwölf Milliarden Euro.

Fakten zum Personenverkehr der Deutschen Bahn

In der zweiten Klasse soll ab Dezember zudem eine kostenlose Internetverbindung per WLAN zur Verfügung stehen.

Im vorigen Jahr waren die Tickets nur auf der neuen Schnellfahrstrecke Erfurt-Leipzig/Halle teurer geworden. Vor zwei Jahren gab es lediglich in der ersten Klasse eine Preiserhöhung, jedoch ist dort seitdem auch die Reservierung inklusive. Die letzte größere Anhebung der Fernverkehrs-Preise hatte es bei der Bahn 2013 gegeben.

In diesem Jahr wird die Bahn voraussichtlich aufgrund zahlreicher Sonder-Angebote eine Rekordzahl an Fahrgästen im Fernverkehr verbuchen.

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