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Deutsche Bahn Deutsche Bahn kassiert Umsatz- und Gewinnprognose für 2014

Exklusiv

Die Deutsche Bahn hat ihre Wachstumspläne teilweise drastisch reduziert.

Zentrale der Deutsche Bahn AG Quelle: dpa

Ging Bahn-Chef Rüdiger Grube vor Jahresfrist noch von rund 45,4 Milliarden Euro Umsatz 2014 aus, rechnet er jetzt nur noch mit  41,5 Milliarden. Den erwarteten Gewinn nach Abzug von Zinsen und vor Steuern reduzierte er sogar beinahe um die Hälfte von 2,4 Milliarden auf 1,4 Milliarden Euro. Damit würde die Bahn 2014 etwa so viel Umsatz und Gewinn erreichen wie 2013. Das geht aus der vertraulichen Budgetplanung für 2014 hervor, die Grube Mitte Dezember dem Aufsichtsrat präsentierte und die der WirtschaftsWoche vorliegt.

Grund für die reduzierten Umsatzerwartungen ist laut Budgetplanung die lahmende Konjunktur in Europa, die allein den Umsatz der Speditionstochter Schenker 2014 um fast 1,8 Milliarden Euro hinter die bisherigen Planungen zurückwirft. Zudem fehlt der internationalen Nahverkehrstochter Arriva ein Beförderungsauftrag in Großbritannien von knapp 1,2 Milliarden Euro, der 2013 ausblieb. Die Hälfte der Abstriche beim Gewinn resultiert aus drastisch reduzierten Erwartungen der Sparte Schienennetz. Ihr traut Grube 2014 nur noch 51 Millionen Euro Gewinn nach Zinsen und vor Steuern zu – weniger als ein Zehntel der ursprünglich avisierten 585 Millionen Euro. Schuld sind großenteils Mehraufwendungen für Instandhaltung sowie für zusätzliche Mitarbeiter, nachdem Personalmangel in Stellwerken 2013 den Zugverkehr beeinträchtigte.

Weil die Bahn 2014 mit Verspätung einen Teil der lange bestellten neuen Züge erhalten dürfte, diese dann aber auch bezahlen muss, schwinden in diesem Jahr die freien Mittel (Free Cashflow) des Unternehmens gewaltig – von einst erhofften 1,6 Milliarden auf nur noch 90 Millionen Euro.

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