Deutsche Post Ein guter Zeitpunkt für Preiserhöhungen

Die Deutsche Post zeigt in ihren Quartalszahlen zufriedenstellende Gewinne, selbst im umkämpften Paketmarkt. Im nächsten Jahr dürfte es auch gut laufen – vor allem dank neuer Preiserhöhungen.

Deutsche Post macht Kasse mit Paketgeschäft Quelle: dpa

Es ist eins der großen Ziele der Deutschen Post DHL bis zum Jahr 2020: Der Bonner Konzern möchte in ganz Europa und in Asien vom Onlinehandel profitieren und zum wichtigen Paketdienstleister für Online-Shopper werden. Der Blick auf die Quartalszahlen verrät: Eigentlich läuft es gut.

Der Umsatz des Konzerns stieg im dritten Quartal immerhin um vier Prozent auf 14 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) um fünf Prozent auf 677 Millionen Euro – auch wenn Analysten sich gut fünfzehn Millionen Euro mehr erhofft hatten.

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Einziges Sorgenkind ist der Frachtbereich, bei dem der Gewinn wegen der schwachen Konjunktur und Investitionen in die IT um knapp 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einbrach.

Bei dem Hoffnungsträger im Konzern, dem Bereich Paket – E-Commerce – Parcel (PeP) läuft es rund: Der Umsatz steigerte sich im dritten Quartal um 2,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Grund dafür ist vor allem der Paketbereich, der rund 35 Prozent der Sparte ausmacht. Um knapp sieben Prozent sei der Umsatz im deutschen Paketmarkt gestiegen, sagte Post-Finanzchef Larry Rosen bei der Vorstellung der Zahlen in Frankfurt.

DPD und UPS greifen an

Der Heimatmarkt ist das Vorbild, nach dem die Deutsche Post das Paketgeschäft in den anderen Ländern aufbauen will – und schon deshalb besonders wichtig. Doch die Straßen Deutschlands sind holprig für die Paketdienstleister: Weil auch sonst auf Geschäftskunden spezialisierte Anbieter wie DPD und UPS am Wachstum des Onlinehandels teilhaben wollen, steigt der Wettbewerbsdruck.

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Gleichzeitig wachsen die Kosten, vor allem im Personalbereich. Darunter leidet besonders die Deutsche Post: Im Schnitt zahle der Bonner Konzern doppelt so hohe Löhne wie die Wettbewerber, sagt Konzernchef Frank Appel. Doch die Post hat einen Ausweg aus dem Dilemma gefunden: Preiserhöhungen.

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