Deutsche Post erhöht Porto Ein Brief kostet bald 70 Cent

Zum vierten Mal in Folge will die Deutsche Post das Porto erhöhen: Ein Standardbrief soll ab dem nächsten Jahr 70 Cent kosten - eine drastische Erhöhung um 13 Prozent.

Die Deutsche Post erhöht die Portokosten. Quelle: dpa

Briefschreiben wird für die Verbraucher in Deutschland ab 2016 erneut teurer: Nachdem in den vergangenen Jahren das Porto bereits dreimal in Folge gestiegen war, will die Deutsche Post die Briefpreise abermals anheben - und zwar drastisch. Wie der Branchenprimus am Mittwoch in Bonn mitteilte, soll das Porto für den Standardbrief (bis 20 Gramm) von derzeit 62 Cent auf 70 Cent erhöht werden und dann bis Ende 2018 stabil bleiben.

Die Bundesnetzagentur muss als zuständige Regulierungsbehörde der Preiserhöhung noch zustimmen. Allerdings gilt der Beschluss als sicher. Die Bundesnetzagentur hatte erst heute erst die neuen Rahmenbedingungen für die Preiserhöhungen bekannt gegeben. Bisher musste die Post jedes Jahr einen Antrag zur Preiserhöhung stellen. Das Porto für einen Standardbrief stieg deshalb in den vergangenen drei Jahren von erst von 55 auf 58 Cent, dann auf 60 Cent, und im vergangenen Jahr auf 62 Cent. Wie sehr die Post die Post die Preise erhöhen darf, hängt dabei vor allem von der Inflationsrate ab.

Was die Post mit ihrer Strategie 2020 erreichen will

Um das Verfahren zu vereinfachen, hat die Bundesnetzagentur nun beschlossen, die nächsten drei Jahre zu einer Genehmigungsperiode zusammenzufassen. "Die Verbraucher müssen sich nicht mehr auf jährlich verändernde Preise einstellen", sagte Jochen Hofmann, Präsident der Bundesnetzagentur. Dafür müssen die Kunden nun den höheren Anstieg hinnehmen. Für die Post hat das neue Verfahren einen großen Vorteil: Der Bonner Konzern kann so länger von den höheren Preisen profitieren.

Vor wenigen Wochen wurde bereits über eine anstehende Portoerhöhung unter anderem des Standardbriefes von 62 Cent auf 70 Cent spekuliert. Die Post hatte bereits entsprechende Briefmarken mit dem Preis von 70 Cent drucken lassen. Hintergrund der nun anstehenden Preisanpassung ist eine Änderung der gesetzlichen Vorschriften zur Preisfestsetzung durch die Bundesregierung vom Frühjahr dieses Jahres.

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