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Deutsche Telekom T-Mobile US beschert Telekom Gewinnsprung

Das Geschäft in den USA boomt und beschert der Deutschen Telekom ein gutes zweites Quartal. Konzernchef Tim Höttges kündigt weitere Investitionen an.

Deutsche Telekom: Umsatz und operatives Ergebnis kletterten dank des Kundenzustroms bei T-Mobile US weiter kräftig. Quelle: REUTERS

Die Deutsche Telekom verdient weiter am Erfolgskurs der amerikanischen Mobilfunktochter T-Mobile US. Das Betriebsergebnis sei im zweiten Quartal um neun Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Bonner Konzern am Donnerstag mit. Der Umsatz zog um gut zwei Prozent auf 17,8 Milliarden Euro an.

T-Mobile US befindet sich dank Milliarden-Anschubfinanzierung aus Bonn und frecher Werbung seit Jahren auf der Erfolgsspur. Im jüngsten Quartal lockte die Firma 1,9 Millionen neue Nutzer und zählte damit insgesamt 69 Millionen Kunden. "Wir investieren weiter massiv", sagte Konzernchef Tim Höttges. Derzeit steht die Telekom-Tochter vor der nächsten Herausforderung, da in den USA neue Handyfrequenzen versteigert werden. Die Kosten für den Rivalen von AT&T und Verizon werden Experten zufolge in die Milliarden gehen.

Auch auf dem Heimatmarkt steht die Telekom vor großen Investitionen: Nach der EU-Erlaubnis für den umstrittenen Internet-Ausbau Mitte Juli dürfte bald der offizielle Startschuss für das Projekt folgen. Dank der Aufrüstung sollen 1,4 Millionen Haushalte in Deutschland erstmals von einer Datengeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) profitieren.

Die Telekom veranschlagt für das Projekt eine Milliarde Euro. In der Sparte schaffte der Bonner Konzern im jüngsten Quartal eine historische Trendwende und stoppte erstmals seit der Liberalisierung des Telefonmarktes Ende der 90er Jahre die stetige Umsatzerosion im Festnetzgeschäft.

Für dieses Jahr erwartet der Vorstand des 220.000 starken Unternehmens eine Steigerung des Free Cash Flow um acht Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis soll 2016 bei konstanten Wechselkursen unverändert 21,2 Milliarden Euro erreichen nach 19,9 Milliarden Euro 2015.

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