Easyjet Terroranschläge drücken Bilanz des Billigfliegers

Die Terroranschläge in Paris, Brüssel und Ägypten haben sich auf die Easyjet-Bilanz ausgewirkt. Europas zweitgrößte Billigfluglinie ist allerdings trotzdem deutlich optimistischer als die europäischen Konkurrenten.

Zwei Flugzeuge der britischen Fluggesellschaft Easyjet. Quelle: dpa

Die geringere Nachfrage nach Flugreisen nach den Anschlägen von Paris und Brüssel hat Easyjet in die roten Zahlen gedrückt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 bis zum 31. März fiel ein Vorsteuerverlust von 24 Millionen Pfund (rund 30 Millionen Euro) an, nach einem Gewinn von sieben Millionen Pfund im Jahr zuvor, wie Europas zweitgrößte Billigfluglinie nach der irischen Ryanair mitteilte. Für den weiteren Jahresverlauf sind die Briten optimistischer als die Konkurrenten Lufthansa, Air France-KLM und British Airways, die zuletzt die Skepsis in der Luftfahrtbranche nährten.

Nach den Attentaten in Paris im November und in Brüssel im März verzichteten viele Menschen auf Flugreisen, was der ganzen Branche zusetzt. Wegen der geringen Kerosinkosten sind zudem die Ticketpreise niedrig. Bei Easyjet machten sich auch gestrichene Flüge nach Ägypten bemerkbar. Easyjet hatte wegen Sicherheitsbedenken infolge der Terroranschläge im Herbst Flüge in den ägyptischen Badeort Scharm el Scheich gestrichen. Zusätzlich belastete ein Streik der Flugsicherheit in Frankreich das Ergebnis.

Obwohl Easyjet von einem anhaltend harten Wettbewerb ausgeht, ist die Airline zuversichtlich, die Erwartungen des Finanzmarktes für das Gesamtjahr erreichen zu können. Analysten rechnen mit einem Vorsteuergewinn von 721 Millionen Pfund bis Ende September 2016. Die Easyjet-Aktie legte in London um 2,7 Prozent zu.

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Easyjet-Chefin Carolyn McCall sieht den Konzern aber auf einem gutem Weg für das Gesamtjahr. Steigende Passagierzahlen sowie wachsende Umsätze und Gewinne stellte sie in Aussicht. Die Aktionäre sollen zudem künftig mehr Dividende erhalten. Easyjet will die Ausschüttungsquote auf 50 Prozent anheben.

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